Font Size

SCREEN

Profile

Menu Style

Cpanel

Ralfs Foto-Bude

jtemplate.ru - free extensions Joomla

   

         

 

 

Professionelle Copter-Schulungen

 

Alle Termine & Informationen

Basic- und Foto-/Video-Workshops

Professionelle Copter-Schulungen für DJI Inspire 1, DJI Phantom 2, Yuneec Q500 sowi Hexa- und Octo-Copter mit DJI Naza/Wookong/a2 wie S900/S1000.

Klick HIER für mehr Infos ...

 

 

Videos drehen mit einer System- oder Spiegelreflexkamera 

Erfahre in meinem ausführlichen Ratgeber alle wichtigen Grundlagen, um mit deiner Digitalkamera erfolgreich Videos zu drehen. Inklusive alle Infos über Zubehör. 

Klick HIER für meinen Ratgeber ...

 

Ralfs Foto-Bude ist werbefrei.
Damit das so bleibt, brauche ich deine Unterstützung!

   

 

Unterstütze die Foto-Bude mit einer PayPal-Spende oder deinem Einkauf bei Amazon.

Klick HIER für mehr Infos ...

 

Seitenübersicht

Zwei top Micro-Four-Third-Systemkameras im Vergleich:
Olympus OM-D E-M1 gegen Panasonic Lumix DMC-GX7

Jetzt erhältlich: Mein Buch zur Panasonic Lumix DMC-GX7 – hier geht's zum Artikel ... 

Eine Frage ist mir in den letzten Wochen immer wieder gestellt worden: Welche Kamera ist besser? Die Olympus OM-D E-M1 oder die Panasonic Lumix DMC-GX7? Beide sind brandneu, beide haben einen Micro-Four-Third-Sensor, beide haben einen elektronischen Sucher, beide haben einen Klappmonitor mit Touchscreen, beide haben WLAN. Also beste Voraussetzungen, um die beiden Modelle gegeneinander antreten zu lassen. Ach ja - und wie sieht es mit den Preisen der beiden Kameras aus?

Die Olympus OM-D E-M1 kostet inklusive des brandneuen 12-40mm f2.8 PRO 2199 Euro.
Nur das Gehäuse kostet 1499 Euro. Wer das Objektiv einzeln kaufen möchte, muss 1000 Euro über die Theke des Fotohändlers schieben.

Ein bisschen günstiger ist die Panaonic Lumix DMC-GX7. Die kostet inklusive des Kit-Objektiv 14-42mm f3.5-5.6 OIS 1099 Euro.
Das Gehäuse allein kostet 999 Euro. Damit ist die GX7 rund 500 Euro günstiger als die Olympus.
Das Olympus PRO-Objektiv kann natürlich auch an der GX7 genutzt werden. Schließlich sind es beides Micro-Four-Third-Kameras mit dem gleichen Objektivanschluss (Bajonett). 

Powerzoom- und normales Zoom-Objektiv

Noch ein Hinweis zu den Panasonic-Objektiven. Das 14-42mm Objektiv gibt es in zwei Varianten: Einmal die normale Variante und einmal die sogenannte Powerzoom-Variante. Der Unterschied: Bei der normalen Variante muss der Zoom gedreht werden, um die Brennweite zu ändern. Bei der Powerzoom-Variante wird der Zoom elektrisch verstellt. Dazu ist am Objektiv seitlich ein kleiner Hebel, mit der die Brennweite geändert wird. Das ist vor allem dann interessant, wenn du filmen möchtest. Denn statt beim Zoomen die Hand bewegen zu müssen, reicht es beim Powerzoom-Objektiv den Daumen ein paar Millimeter zu bewegen und schon ändert sich die Brennweite. Die Kamera kann dabei auch ohne Stativ sehr ruhig gehalten werden. Hinsichtlich der Bildqualität liegen die beiden Objektive dicht beieinander. Die Lichtstärke ist bei beiden Modellen mit f3.5-5.6 identisch. Einen weiteren Unterschied gibt es allerdings: Das Powerzoom-Objektiv ist sehr kompakt und hat gerade mal eine Baulänge von etwas mehr als drei Zentimetern. Das Standardzoom misst rund fünf Zentimeter. Ach ja: Beim Powerzoom-Objektiv wird die Schärfe beim manuellen Scharfstellen auch elektrisch per Hebel verstellt, beim Standardzoom manuell per Drehring. Das Powerzoom-Objektiv kostet rund 380 Euro, das normale rund 220 Euro. Achtet beim Normalen darauf, dass es den Zusatz HD auf dem Objektiv hat. Es gibt auch ein ganz altes Objektiv mit der gleichen Brennweite, allerdings ohne HD. Das hat ein etwas schlechtere Bildqualität, kostet aber auch nur rund 160 Euro.

Größe, Gewicht und Griffgefühl

Mit Kameras ist es ja wie mit Autos: Man setze sich rein und fühlt sich wohl - oder eben nicht. Bei Kameras muss ich dieses Wohlfühl-Gefühl auch beim ersten Griff erleben. Warum? Weil die Kamera für mich ein Arbeitsgerät ist. Da kann ich nichts mit rutschigen Oberflächen, schlecht ausgearbeiteten Griffen und wenig ergonomisch angeordneten Tasten und Drehrädern anfangen. Da ich als Kamera-Tester schon so viele Modelle in meinen Händen hatte, kann ich meist ganz schnell sagen: Passt oder passt nicht. Und wie sieht's nun bei den Beiden aus? Die OM-D E-M1 liegt richtig gut in der Hand. Der Griff ist etwas üppiger ausgearbeitet, als bei der E-M5. Einige finden das nicht besonders hübsch, aber hier geht mir Funktionalität vor Design. Das schöne an der etwas üppigeren Form: Ich kann die OM-D mit einer Hand halten und sowohl Drehräder als auch Tasten einhändig bedienen. Für einen schnellen Schuss aus der Hüfte ist das sehr praktisch. Die Oberfläche des Griffs fühlt sich sympathisch an, ist nicht zu glatt, aber auch nicht zu "klebrig".

Deutlich weniger ausgearbeitet ist der Griff der GX7. Aber – etwas erstaunlich –, auch der gibt meiner Hand guten Halt. Das liegt vor allem an der Oberfläche, die etwas "klebriger" ist, als die der Olympus. Ich empfinde sie aber nicht unangenehm. Da die GX7 insgesamt etwas kleiner und leichter ist, lässt sie sich trotz des kleineren Griffs auch mit einer Hand bedienen. Alle Tasten und Drehräder kann ich ohne Probleme erreichen und bedienen. Insgesamt macht die E-M1 einen etwas professionelleren Eindruck. Wer die Kamera nicht nur in der Freizeit, sondern auch beruflich nutzt, wird sich, was die Griffigkeit anbelangt, mit der E-M1 wohl eher anfreunden. Zumal an die noch ein Akkupack mit Hochkantauslöser angesetzt werden kann. Bei der GX7 ist das nicht möglich.

Gewicht und Größe hatte ich ja schon angesprochen. Die Olympus ist insgesamt etwas bulliger, was aber auch am angedeuteten Pentaprisma liegt, in dem sich der elektronische Sucher befindet. Nun die Fakten: Breite 13,1 Zentimeter, Höhe 9,4 Zentimeter und Tiefe 6,3 Zentimeter. Die Waage bleibt bei knapp unter 500 Gramm stehen - fürs Gehäuse. Und so sieht das Ganze bei der Panasonic aus: Breite 12,3 Zentimeter, Höhe 7,1 Zentimeter und Tiefe 4,4 Zentimeter - natürlich nur das Gehäuse. Auf die Waage bringt die GX7 etwas mehr als 400 Gramm, mit dem Standardzoom-Objektiv sind es 520 Gramm. Das heißt: Wirklich groß ist der Unterschied nicht, denn rund 100 Gramm sind nicht die Welt, zumal ja noch die Objektive dazukommen. Die größten Unterschiede sind bei Höhe und Tiefe. Hier punktet die GX7, da sie den elektronischen Sucher stärker ins Gehäuse integriert hat. Bei der Olympus ist der im angedeuteten Pentaprisma untergebracht. Und die Tiefe? Klar, hier sorgt der stärker ausgearbeitete Griff der E-M1 für zwei Zentimeter mehr. Was allerdings nicht wirklich dramatisch ist, da ja eh noch das Objektiv vorne dran kommt.  

Alle Neuheiten sofort erfahren – registrier dich für meinen kostenlosen Newsletter: REGISTRIEREN

Die Foto-Bude braucht dich! Unterstütz meine Arbeit mit einer Spende oder einem Kauf bei Amazon:

   

Flattr this

Du nutzt einen Ad-Blocker und siehst hier keine AMAZON-Links? Dann klick HIER


TOP 1 – Kontrollbildschirm und Sucher

Beide Kameras sind mit einem klappbaren Kontrollmonitor ausgestattet. Und beide können exakt gleich geklappt werden: Sowohl knapp 90 Grad in die Waagrechte und 45 Grad nach unten. Bei der Diagonale gibt es einen deutlichen Unterschied: Der der GX7 misst 7,5 Zentimeter, der der Olympus 9,1 Zentimeter. Vergleicht man die Daten in den Datenblättern der Hersteller, scheint sich Olympus ein kleines "Ei" ins Nest zu legen. Denn dort ist die Größe mit 7,6 Zentimetern angegeben. Üblicherweise erwartet man dort den Wert für die Diagonale. Nach dem Einschalten der Kamera stelle ich jedoch fest, dass Olympus mit der Angabe doch die Diagonale meint. Der Klappmonitor selbst ist zwar deutlich größer, als der der Panasonic, die tatsächliche Fläche des Bildschirms ist allerdings genauso groß, wie der der GX7. Also: Gleichstand. Die Breite des Panasonic-Bildschirms beträgt übrigens 7,0 Zentimeter. Bei der Auflösung schenken sich beide Mini-Glotzen nichts. Beide stellen das Motiv und die Menüs mit rund einer Million Bildpunkten dar. Qualitativ kann ich keinen Unterschied ausmachen. Beide zeigen ein brillantes und detailreiches Bild. Und: Beide sind Touchscreens. Auch da gibt's keine Unterschiede, was Reaktionsgeschwindigkeit und Genauigkeit anbelangt. Auf einen Unterschied kann ich aber jetzt schon hinweisen: Bei der GX7 kann die gesamte Kamera-Steuerung inklusive Menüführung per Touchscreen erledigt werden. Bei der Olympus geht das nicht. Wie sich das auf die Steuerung insgesamt auswirkt, dazu werde ich später noch etwas schreiben.

Nun zum Sucher. Beide Kameras haben einen elektronischen Sucher - was auch sonst? Nicht sofort zu erkennen: Der GX7-Sucher lässt sich nach oben klappen, der der Olympus ist fest eingebaut. Bringt das der Panasonic Vorteile? Ich finde schon, denn es erweitert die Aufnahmemöglichen. Zum einen ist es praktisch bei Aufnahmen in Bodenhöhe, zum anderen bringt es einen minimal anderen Blickwinkel. Und ich finde es hat noch einen weiteren Vorteil: Klappt man den Sucher nach oben und hält die Kamera vor dem Körper, kann man sie etwas stabiler halten und etwas unauffälliger. 

Bei der Auflösung liegt die Panasonic mit rund 2,8 Millionen Bildpunkten ein wenig vor der Olympus, die 2,4 Millionen Pixel hat. Optisch wirkt sich das kaum aus. Beide Sucher zeigen, wie auch schon die Kontrollmonitore, ein klares, brillantes und detailreiches Bild. Was die Größe anbelangt, hat die Olympus die Nase vorn. Die Panasonic hat eine Vergrößerung von rund 1,4fach und eine Austrittspupille von 17,5 Millimetern und die Olympus eine Vergrößerung von knapp 1,5fach bei einer Austrittspupille von 21 Millimetern. Tatsächlich ist das beim Blick in den Sucher auch zu erkennen. Verglichen mit einem normalen Fernseher könnte man die GX7 mit einer 42-Zoll-Glotze und die Olympus mit einer 46-Zoll-Glotze vergleichen. Beide haben natürlich eine Dioptrien-Korrektur von -4.0 bis +2.0 beziehungsweise +3.0 bei der Panasonic. Und da ich die Frage immer wieder gestellt bekommen: Ja, beide Sucher können auch von Brillenträgern gut genutzt werden. Klar, durch die etwas geringere Austrittspupille, ist es beider Panasonic nicht ganz so komfortabel, aber es geht. Alternativ einfach die Brille kurz hochschieben und mit der Dioptrienkorrektur arbeiten.

Elektronischer Sucher vs. optischer Sucher.

An dieser Stelle mal ein paar Worte zum Thema elektronischer Sucher vs. optischer Sucher. Ich gehöre – oder besser gehörte – zu den eingefleischten Anhängern von optischen Suchern. Die ersten elektronischen konnten mich überhaupt nicht überzeugen: Mieses Bild, zeitliche Verzögerung zwischen Realbild und Sucherbild, Pixel, Rauschen und falsche Farben. Aber: Die Technik ändert sich und so muss ich meine Meinung auch ändern. Bei einer Auflösung von mehr als zwei Millionen Bildpunkten ist das Bild wirklich sehr brillant. Klar, es gibt noch einen Unterschied zum optischen Sucher, aber mich stört das nicht. Ich finde die Vorteile eines elektronischen Sucher deutlich größer, als den Nachteil der minimal schlechteren Bildqualität. Warum? Weil mir im Sucher nicht nur alle Aufnahmedaten angezeigt werden, sich eine Wasserwaage einblenden lässt und alle Filter direkt angezeigt werden. Wähle ich den Schwarz-Weiß-Modus, sehe ich das Bild im Sucher auch in Schwarz-Weiß. Das gleiche gilt natürlich auch für alle ART-Filter (Olympus) und Kreativ-Filter (Panasonic). Damit nicht genug: Alle Menüs lassen sich im Sucher ebenfalls einblenden. So gelingen auch bei hellem Sonnenschein alle Einstellungen problemlos. Und: Wenn es dunkel ist und man durch einen optischen Sucher kaum noch was erkennt, zeigt der elektronische Sucher noch ein Bild. Klar rauscht das und ist pixelig, aber ich kann noch etwas erkennen und mein Motiv deutlich besser gestalten, als mit einem optischen Sucher. All das sind klare Pluspunkte, weswegen ich inzwischen ein Fan von guten elektronischen Suchern bin – wie die der GX7 und E-M1.

Alle Neuheiten sofort erfahren – registrier dich für meinen kostenlosen Newsletter: REGISTRIEREN

Die Foto-Bude braucht dich! Unterstütz meine Arbeit mit einer Spende oder einem Kauf bei Amazon:

   

Flattr this

Du nutzt einen Ad-Blocker und siehst hier keine AMAZON-Links? Dann klick HIER


TOP 2 – Die Bedienung

Die neuen zahlreichen Funktionen moderner Kameras sind zum einen Segen, zum anderen Fluch. Warum? Weil die Menüs und Einstellungen inzwischen einen Umfang erreicht haben, den viele Fotografen schlicht und ergreifend überfordern. Das gilt auch für die beiden hier getesteten Kameras. Das Menü der GX7 umfasst rund 140 Punkte, wobei die meisten noch zahlreiche Unterpunkte haben, das Menü der OM-D E-M1 umfasst rund 130 Punkte, allerdings mit deutlich mehr Unterpunkten. Glücklicherweise haben die Hersteller dazugelernt und zumindest die Begriffe inzwischen so gewählt, dass sie etwas verständlicher sind. Und: Es gibt eine Hilfefunktion, die bei beiden Kameras zugeschaltet werden kann. Bei der Olympus muss dazu lediglich die INFO-Taste gedrückt werden, während man im Menü ist. Bei der GX7 wird die Funktion im Setup-Menü (kleiner Schraubenschlüssel) unter dem Punkt "Menüinformationen" eingeschaltet.

Hinweis: Bei der GX7 wird das Menü ohne Umweg auch im elektronischen Sucher angezeigt und alle Einstellungen können so auch bei hellem Sonnenlicht ausgeführt werden. Drückt man bei der OM-D E-M1 während des Blicks durch den Sucher auf die Menü-Taste, geht der Sucher aus und das Menü wird auf dem Kontrollbildschirm angezeigt. Möchte man das Menü im elektronischen Sucher sehen, muss man die Taste links naben dem Sucher drücken und das Menü erscheint im Sucher. Leider gibt es keinen direkten Weg, das Menü im elektronischen Sucher anzuzeigen.

Trotz dieser Hilfen, sind viele Menüpunkte auf Anhieb nicht verständlich und deren Auswirkungen auch nicht. Ein Beispiel gefällig: "Schattenkorr." bei der GX7 im Aufnahme-Menü (kleine Kamera). Damit ist nicht etwa gemeint, dass dunkle Stellen im Bild aufgehellt werden, sondern damit wird die Vignettierung bestimmter Objektive elektronisch rausgerechnet und die Randabdunkelungen aufgehellt. Also eine sehr sinnvolle Funktion, die eingeschaltet werden sollte. Bei der Olympus heißt dieser Punkt übrigens "Ransch. Komp." und findet sich im Anwender-Menü G (zwei kleine Zahnräder).

Hinweis zum Anwender- und Zubehörschuh-Menü der OM-D E-M1: Beide Menüs tauchen erst auf, wenn Sie im Setup-Menü (kleiner Schraubenschlüssel) unter dem Punkt "Menü Anzeige" aktiviert werden.

Aber auch die Menüs der OM-D E-M1 sind nicht immer verständlicher. So gibt es dort den Menüpunkt "Kontrolle Einst." im Anwender-Menü D (zwei kleine Zahnräder). Dahinter verbergen sich wiederum die Einstellungen für die Punkte iAUTO, P/A/S/M, ART und SCN. Weiter geht's mit den nächsten Unterpunkten Live Info, Live Kontrolle und Live Monitoranzeige. Was sich dahinter verbirgt? Die Einstellung der Menü- und Livebild-Anzeige auf dem Display. Allerdings sind die Punkte so unverständlich, dass man nur durch ausprobieren hinter das Geheimnis der einzelnen Funktionen kommt. Live-Kontrolle bedeutet, dass man beim Druck auf die OK-Taste an der Seite die wichtigsten Kameraeinstellungen angezeigt bekommt, die man dann per Vierwegeschalter oder Drehknöpfe schnell verstellen kann. Also die Empfehlung: Diesen Punkt auf anstellen. Ist die Live Monitoranzeige eingeschaltet, kann zusätzlich das sogenannte Mega-Menü aufgerufen werden. Dazu einfach nachdem Druck auf die OK-Taste die INFO-Taste drücken und schon werden die wichtigsten Kameraeinstellungen formatfüllend angezeigt. Der Vorteil: Das Mega-Menü kann per Touchscreen bedient werden. Bei den Punkten iAUTO, ART und SCN gibt es noch einen dritten Punkt im Untermenü. Ist der jeweils aktiviert, kann nach einen Druck auf die OK-Taste per Druck auf die INFO-Taste zwischen der Einstellung des Art-Filters oder Motivprogramms umgeschaltet werden. Verstanden?

So geht es bei zahlreichen Menüpunkten. Die Navigation geht bei beiden Kameras übrigens problemlos per Vierwegeschalter und Drehrädern. Bei der Panasonic zusätzlich noch per Touchscreen. Was heißt das nun für die Arbeit mit den beiden Kameras? Wer nur ein paar mal im Jahr mit den Kameras fotografiert, wird sich schnell überfordert fühlen. Denn es sind nicht nur die Menüpunkte, die ein wenig Erfahrung und Übung erfordern, sondern auch die Einstellungen beim Fotografieren. Ob das verschiedene Bildstile, ISO-Einstellungen, Einstellung der Belichtungsmessung, Serienbildfunktion, Autofokus, Weißabgleich, Selbstauslöser oder Bildstabilisator sind, wer damit arbeiten möchte, muss die Einstellungen möglichst "im Schlaf" kennen. Aber das geht nur, wenn man die Kamera kontinuierlich nutzt. Schon nach einem Monat sind viele Einstellungen wieder vergessen und der Frust beim Fotografieren wächst. Die Kameras bieten sehr viele Einstellungen, mit denen man die Bildergebnisse verbessern aber auch verschlechtern kann. Nur wer seine Kamera perfekt beherrscht, bekommt auch perfekte Bildergebnisse. 

Die Hinweise zu den umfangreichen Menüs und Einstellungen sage ich nicht als Abschreckung, aber als wichtigen Hinweis. Wer eine solche Kamera kauft, kann natürlich in den Automatik-Einstellungen sofort los fotografieren und bekommt auch ansehnliche Ergebnisse. Die best mögliche Bildqualität und der große Spaß fängt allerdings erst an, wenn man die Kamera perfekt bedienen kann und in den entsprechenden Situationen schnell darauf reagieren kann. Das erfordert aber Übung, Übung, Übung und kontinuierliches Arbeiten mit der Kamera.

Was die Einstellmöglichkeiten der beiden Kameras anbelangt, schenken sich die Modelle nicht viel. Beide bieten alle wichtigen Einstellungen, die man von solchen Kameras erwartet. Alle Tasten können individuell belegt werden, die Drehräder ebenfalls. Die Kameras können so auf die individuellen Bedürfnisse des Fotografen abgestimmt werden. Bei meinem Test habe ich keine wesentliche Funktion gefunden, die ich vermissen würde. Und was die Anzahl der Funktionstasten und Drehräder anbelangt, sind beide Kameras ähnlich ausgestattet. Einziger Unterschied – wie schon erwähnt: Die Menüs der GX7 können vollständig per Touchscreen bedient werden. Bei der OM-D E-M1 geht das nicht. 

Alle Neuheiten sofort erfahren – registrier dich für meinen kostenlosen Newsletter: REGISTRIEREN

Die Foto-Bude braucht dich! Unterstütz meine Arbeit mit einer Spende oder einem Kauf bei Amazon:

   

Flattr this

Du nutzt einen Ad-Blocker und siehst hier keine AMAZON-Links? Dann klick HIER


TOP 3 – Motivprogramme und ART-Filter

Olympus hat bei seiner PEN-Serie mit den ART-Filtern ein Stück Foto-Revolution geschrieben. Galt es jahrelang als oberstes Ziel, möglichst perfekte und "saubere" Fotos zu machen, gab es nun Filter, mit denen man seine Fotos "verschönen" konnte. Und genau hier scheiden sich die Geister: Was eingefleischte Puristen als visuelle Katastrophe bezeichnen, macht den Creativen unter den Fotografen viel Spaß. Und wer damals glaubte, dass das Konzept der ART-Filter nicht aufgehen würde, ist eines Besseren belehrt worden. Auch die OM-D E-M1 hat wieder die beliebten ART-Filter mit an Bord – und es sind noch ein paar mehr geworden. Zusätzlich können die Filter noch individuell eingestellt werden uns so ganz nach den Wünschen des Fotografen gestaltet werden.

Und was hat die Panaonic zu bieten? Hier heißen die ART-Filter Creativ-Modus – das Symbol ist eine kleine Palette auf dem Programmwahlrad. Im Prinzip sind es die gleichen, die auch die Olympus hat. Und auch die können individuell eingestellt und angepasst werden. Das geht über die Färbung, die Intensität, die Breite und Position des scharfen Bereichs beim Spielzeugeffekt – Wünsche bleiben da kaum offen. Mir persönlich machen die Filter sowohl bei der Olympus als auch Panasonic sehr viel Spaß. Ich bin gerne kreativ und "verunstalte" meine Aufnahmen. Es gibt genug Szenen, die langweilig sind und mit dem entsprechenden Filter perfekt aufgepeppt werden.

Neben den spannenden ART- und Creativ-Filtern, haben beide Kameras natürlich die Standard-Belichtungsprogramme P (Programm), A (Aperture = Blende = Blendenvorwahl = Zeitautomaitk), S (Shutter = Verschluss = Belichtungszeitvorwahl = Blendenautomatik) und M (Manuelle Wahl von Blende und Belichtungszeit). Dazu gibt es eine Reihe von Motivprogrammen (SCN bei Olympus und Panasonic) sowie eine intelligente Automatik (iA bei Panasonic, iAUTO bei Olympus). Anzahl und Auswahl sind bei beiden Kameras ähnlich – Vorteile kann hier keine Kamera für sich verbuchen. Einzig die Panorama-Funktion der GX7 ist etwas komfortabler, da die Kamera die Einzelbilder automatisch zusammenfügt. Die GX7 muss lediglich im Halbkreis geführt werden, das war's. Bei der Olympus muss die Kamera in Einzelschritten verschoben werden, wobei das vorangegangene Bild auf dem Monitor angezeigt wird, so dass das Anfügen etwas einfacher geht. Aus den Einzelbildern macht die OM-D E-M1 dann auch automatisch ein Panoramabild. 

Alle Neuheiten sofort erfahren – registrier dich für meinen kostenlosen Newsletter: REGISTRIEREN

Die Foto-Bude braucht dich! Unterstütz meine Arbeit mit einer Spende oder einem Kauf bei Amazon:

   

Flattr this

Du nutzt einen Ad-Blocker und siehst hier keine AMAZON-Links? Dann klick HIER


TOP 4 – Der Sensor

In beiden Kameras arbeitet ein Sensor im Micro-Four-Third-Format (MFT) mit 16 Megapixeln. Die Abmessungen betragen 17,3 x 13,0 mm, das entspricht einer Diagonale von 21,6 Millimetern und einer Fläche von 225 Quadratmillimetern. Zum Vergleich ein Vollformatsensor: Abmessungen 36 x 24 Millimetern, entsprechend einer Diagonale von 43,2 Millimeter und einer Fläche von 864 Quadradmillimetern. Daraus ergibt sich ein Brennweitenverlängerungsfaktor von 43,2 / 21,6 = 2,0. Das heißt: Ein Objektiv mit einer nominellen MFT-Brennweite von 14 - 42 Millimeter hat auf das Kleinbildformat eine umgerechnete Brennweite von 28 - 84 Millimeter. Bezogen auf die Sensorfläche hat der MFT-Sensor rund 26 Prozent der Fläche eines Vollformatsensors. Soweit die Fakten. 

Unterschiede gibt es bei den Sensoren hinsichtlich des Autofokus-Systems. Normalerweise arbeiten Systemkameras mit dem Kontrast-Autofokusverfahren. Etwas vereinfacht ausgedrückt stellt die Kamera das Objektiv so lange scharf, bis der maximale Kontrast erreicht ist. Da die Kamera bei diesem Verfahren nicht weiß, ob das Objektiv die Schärfe vor oder hinter dem Schärfepunkt hat, wird fährt der Autofokusmotor nach dem Trial-and-Error-Prinzip die Schärfe hin und her. Früher dauerte es daher meist recht lange, bis das Motiv scharf eingestellt war. Zu erkennen war außerdem ein sogenanntes Pumpen. Spiegelreflexkameras arbeiten nicht mit dem Kontrast-Autofokus, sondern de Phasendetektions-Autofokusverfahren. Dabei erkennen spezielle Sensoren, ob das Motiv scharf ist und sie erkennen, ob der Fokus vor oder hinter dem Schärfepunkt liegt. Der Vorteil: Die Kamera weiß, in welche Richtung der Autofokusmotor fahren muss, um das Motiv scharf zu stellen. Das geht in der Theorie deutlich schneller als beim Kontrast-Autofokus.

Auf dem Bildsensor der OM-D E-M1 sind nun im mittleren Bereich des Sensors Phasendetektions-Pixel integriert. Genau 37 Autofokusfelder für das Phasendetektions-Verfahren sind auf dem 16 Megapixel-Sensor integriert. Diese Phasendetektions-Pixel sollen dafür sorgen, dass der Autofokus deutlich schneller ist, als mit dem normalen Kontrast-Autofokus-Verfahren. Allerdings hat das einen Haken: Die schnellen Autofokus-Pixel arbeiten nur in Verbindung mit Four-Third-Objektiven und einem Adapter. Bei aktuellen Micro-Four-Third-Objektiven arbeitet die OM-D E-M1 wieder mit dem Kontrast-Autofokus. Aber auch hier: Keine Regel ohne Ausnahme. In der Einstellung "AF-C" (kontinuierlicher Autofokus) wechselt die Olympus gegebenenfalls in den Phasendetektions-Autofokus. Wie sich das tatsächlich auf das Tempo der OM-D E-M1 auswirkt, werde ich später noch beschreiben. Gleiches gilt natürlich auch für die Bildqualität.

Noch eine Ergänzung zu den beiden Sensoren: Bei beiden beträgt die höchst mögliche ISO-Einstellung ISO 25.600, bei der GX7 ist die niedrigste Empfindlichkeit ISO 125 und bei der OM-D E-M1 ISO 100. 

Erklärung: Phasendetektions-Autofokus bei Spiegelreflexkameras

Der Phasendetektions-Autofokus arbeitet bislang mit einem eigenen Sensor, der nur für die Ermittlung des Fokus zuständig ist. Hinter dem Hauptspiegel einer Spiegelreflexkamera ist ein zweiter Hilfsspiegel, der ein Teil des Lichtes auf den Autofokus-Sensor reflektiert. Der Hauptspiegel ist in diesem Bereich lichtdurchlässig. Wenn Sie eine Spiegelreflexkamera haben, können Sie sich das selbst anschauen, in dem Sie den Hauptspiegel bei abgenommenen Objektiv ganz vorsichtig nach oben klappen. Dann sehen sie den kleinen Hilfsspiegel, wie dieser ebenfalls einklappt. Unter dem Hauptspiegel ist ein kleiner Schacht erkennbar, in dem der Phasendetektions-Autofokus-Sensor sitzt.

Wenn nun dieser Spiegel fehlt - wie eben bei einer Systemkamera oder Kompaktkamera -, kann das Licht auch nicht mehr auf einen speziellen Sensor gelenkt werden. Der Autofokus wird dann ausschließlich über den Kontrastautofokus des Hauptsensors gesteuert. Mit einem Trick integrieren einige Hersteller – darunter jetzt auch Olympus mit der E-M1 - nun in den Hauptsensor den Phasendetektions-Autofokus. Dabei werden einzelne Bildpunkte auf dem Hauptsensor in Phasendetektions-Sensoren getauscht.

Einziger Nachteil dieses Systems: Eine bestimmte Anzahl der 16 Millionen Bildpunkte fällt für die Aufzeichnung des Fotos weg, da die ja für den Autofokus genutzt werden. Die Elektronik muss diese fehlenden Punkte durch Algorithmen quasi berechnen. Im Normfall führt das allerdings nicht zu einer sichtbaren Verschlechterung des Bildergebnisses. Bei der E-M1 konnte ich bei meinen bisherigen Tests keine Unterschiede zum Bildergebnis der E-PL5 erkennen, deren Sensor keine Phasendetektions-Pixel hat. Wichtig: Diese Aussage bezieht sich nicht auf das Gesamtergebnis der Bildqualität, sondern nur auf die Frage, ob die fehlenden Pixel das Ergebnis negativ beeinflussen.

Alle Neuheiten sofort erfahren – registrier dich für meinen kostenlosen Newsletter: REGISTRIEREN

Die Foto-Bude braucht dich! Unterstütz meine Arbeit mit einer Spende oder einem Kauf bei Amazon:

   

Flattr this

Du nutzt einen Ad-Blocker und siehst hier keine AMAZON-Links? Dann klick HIER


TOP 5 – Die Bildqualität

Jetzt geht's an den entscheidenden Punkt: Die Bildqualität. Bevor ich die Aufnahmen beider Kameras bewerte, möchte ich noch ein paar Sätze genrell über die Bildqualität verlieren.

Ich werde häufig gefragt: Ist die Bildqualität von der oder der Kamera besser und sind die gut genug für meine Ansprüche? Meine Rückfrage: Was sind denn die Anspüche? Häufig lauter die Antwort dann: "Naja, die Fotos müssen eben gut aussehen." Ist das der Anspruch an die Kameras, dann erfüllen sie diesen Anspruch ohne Probleme. Ich denke, dass euch das als Antwort aber nicht reicht. Gut, dann gehen wir in Detail. Generell gibt es mehrere Kriterien, anhand derer sich Aufnahmen beurteilen lassen. Da wäre als erstes die Farbwiedergabe. Ein weiterer Punkt ist die Dynamik, die auch als Kontrastumfang bezeichnet wird. Dann die Detailwiedergabe. Und als letzter wichtiger Punkt die Bildstörungen, auch allgemein als Rauschen bezeichnet. Daneben gibt es einige weitere Punkte, die allerdings nicht direkt mit der Kamera zusammenhängen, sondern mit dem verwendeten Objektiv. Das sind unter anderem die Vignettierung oder auch als Randabdunklung bezeichnet, die chromatischen Abberation, die sich in Form von Farbsäumen zeigt und die Verzeichnung, die kissen- oder tonnenförmig sein kann. Einfluss hat das Objektiv auch auf die Farbwiedergabe. 

Fangen wir mit der Farbwiedergabe an. Hier spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle, wie gut die Farben reproduziert werden. Allem voran der Weißabgleich. Lagen Kameras da früher oft daneben, passiert das heute kaum noch. Zudem kann bei allen Kameras dieser Klasse der Weißabgleich individuell der jeweiligen Lichtsituation angepasst werden. Neben dem Weißabgleich kann der Farbeindruck insgesamt individuell verändert werden. Das heißt: Die Farbwiedergabe kann bei beiden Kameras sehr individuell angepasst und den jeweiligen Vorlieben entsprechend angepasst werden. Vorlieben? Klar, denn jeder Mensch sieht Farben anders und was er eine schon als zu bunt bezeichnet, ist für den anderen gerade recht. 

Nächster Punkt ist der Kontrastumfang. Um es klar zu sagen: Keine der beiden Kameras ist in der Lage den vollständigen Kontrastumfang an einem strahlend hellem Sonnentag wiederzugeben. Bei meinem Motivbeispiel unten heißt das, dass die sehr hellen Stellen des weißen Mauerwerks und die extrem dunklen Stellen im Schatten des Baums nicht mit Zeichnung wiedergegeben werden können. Entweder sind in den hellen Bereichen feine Helligkeitsunterschiede nicht zu sehen, oder nicht in den dunklen – beides geht nicht. Nun ist das aber kein spezifisches Problem dieser Kameras, sondern ein generelles Problem der Digitaltechnik. Digitalkameras können nur einen bestimmten Kontrastumfang wiedergeben – abhängig von der Sensorgröße und Bauart etwas mehr oder weniger. 

Es folgt die Frage nach der Detailwiedergabe. Was ist darunter zu verstehen? Um es einfach zu sagen: Je besser die Detailwiedergabe, um so feinere Details des Motivs sind auch in der Aufnahme zu sehen – so wie im vergrößerten Bildausschnitt links, auf dem selbst die Holzmaserung noch gut zu erkennen ist. Ein wichtiger Punkt dabei ist natürlich die Auflösung des Bildsensors, der bei beiden Kameras identisch ist und 16 Megapixel beträgt. Allerdings ist das nicht der einzige Faktor, der eine Rolle spielt. Hier spielt zusätzlich das Objektiv eine entscheidende Rolle, sowie die Kameraelektronik. Nur im perfekten Zusammenspiel aller Elemente kann die höchst mögliche Detailwiedergabe erreicht werden. Um bei meinem Test von gleichen Bedingungen auszugehen, habe ich mit beiden Kameras die Testaufnahmen mit dem 75mm Olympus-Objektiv gemacht, dass sich durch hervorragende optische Eigenschaften auszeichnet. Sprich: Dieses Objektiv steuert die höchst mögliche Detailwiedergabe bei. 

 

Letzter wichtiger Punkt sind die Bildstörungen, die sich vor allem als Bildrauchen zeigen. Dieses Bildrauschen nimmt mit steigenden ISO-Werten zu. Der Grund dafür ist die Kombination aus Sensor und Elektronik. Um es etwas vereinfacht zu erklären ein Beispiel: Schaust du tagsüber bei Sonnenschein aus dem Fenster, siehst du alle Details sehr genau, erkannst Helligkeitsunterschiede und Farben ohne Probleme. Schaust du am Abend nach Sonnenuntergang aus dem Fenster sieht das Bild schon ganz anders aus: Wenig Details, wenig Farben und kaum Helligkeitsunterschiede. Aus diesem "Matsch" soll die Kamera nun ein vernünftiges Bild machen. Das geht nicht ohne elektronische Verstärkung und genau da entstehen die Bildstörungen – wie sie auf der Ausschnittsvergrößerung einer Aufnahme mit ISO 20000 ganz rechts in Form von grauen und farbigen Punkten deutlch sichbar sind. Der Ausschnitt daneben zeigt, wie die gleiche Aufnahme bei ISO 125 aussieht. Die Unterschiede in Helligkeit und Farbe sind so gering, dass die Kamera nicht immer zu 100 Prozent erkennen kann, wie das Motiv tatsächlich aussieht – das Ergebnis ist Rauschen. Üblicherweise ist das ab ISO-Werten von 800 bis 1600 erstmals etwas deutlicher zu sehen. Nun ist jede Kamera anders abgestimmt, was bedeudet, dass das Rauschen sich immer anders auswirkt. Ein wesentlicher Unterschied ist beispielsweise, wie stark dieses Rauschen, durch eine Art Weichzeichnung "weggebügelt" wird. Das sieht im ersten Moment zwar gut aus, hat allerdings zur Folge, dass Details weniger präzise wiedergegeben werden. Umgekehrt, kann man die Kamera so abstimmen, dass auch bei hohen ISO-Werten noch möglichst viele Details wiedergegeben weden, dafür ist dann etwas mehr Rauschen zu sehen. Jeder Kamerahersteller hat hier sein eigenes "Rezept" und versucht das Ergebnis zu optimieren. 

Genug der Vorrede, nun geht's an die Bildvergleiche. Hierzu habe ich zwei Motive fotografiert, eins bei Tageslicht, eins bei wenig Licht. Da ich die Aufnahmen hier in voller Auflösung nicht zeigen kann, habe ich im ersten Durchgang die Fotos auf eine Auflösung von 1200 x 900 Bildpunkten heruntergerechnet. Alle Aufnahmen sind ohne jegliche elektronischen Hilfen gemacht worden, kommen direkt aus der Kamera (OOC = Out Of Camera) und sind im JPEG-Format gespeichert. Im zweiten Durchgang habe ich aus den Aufnahmen eine Ausschnitt gemacht, ebenfalls mit 1200 x 900 Bildpunkte. Den siehst du hier in voller Auflösung, kannst also deutlich besser die Qualität beurteilen. Und nun zu den Bilder: Zunächst das Tageslicht-Motiv heruntergerechnet auf 1200 x 900 Bildpunkte. Die Aufnahmen sind mit beiden Kameras mit dem gleichen Objektiv gemacht worden, dem Olympus 14-54mm f2.8-3.5 und dem Adapter MMF1. Die Brennweite betrug 14 Millimeter = 28 Millimeter Kleinbild.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 900 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 beziehungsweise ISO 125 bis ISO 6400.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten.
  • Olympus OM-D E-M1 (1) ISO 100 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (1) ISO 100 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (1) ISO 100 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (2) ISO 200 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (2) ISO 200 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (2) ISO 200 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (3) ISO 400 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (3) ISO 400 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (3) ISO 400 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (4) ISO 800 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (4) ISO 800 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (4) ISO 800 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (5) ISO 1600 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (5) ISO 1600 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (5) ISO 1600 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (6) ISO 3200 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (6) ISO 3200 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (6) ISO 3200 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (7) ISO 6400 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (7) ISO 6400 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (7) ISO 6400 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 125 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 125 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 125 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 200 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 400 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 800 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 800 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 800 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 1600 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 1600 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 1600 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 3200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 3200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 3200 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (7) ISO 6400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (7) ISO 6400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (7) ISO 6400 1200 x 900

In der Übersichtsaufnahme sehen die Fotos beider Kameras extrem ähnlich aus. Wesentliche Unterschiede sind nicht zu erkennen. Sowohl die Farbwiedergabe, als auch die Darstellung der Details ist bei beiden Kameras auf sehr hohem Niveau. Auch hinsichtlich des Kontrastumfangs liefern beide Kameras ein gutes Ergebnis. In der herungergerechneten Ansicht sind auch bei ISO 6400 praktisch keine Bildstörungen zu erkennen. Nun zu den Ausschnitten in voller Auflösung.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder zeigen einen Originalausschnitt in der Größe von 1200 x 900 Pixel. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 beziehungsweise ISO 125 bis ISO 6400.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten.
  • Olympus OM-D E-M1 (1) ISO 100 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (1) ISO 100 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (1) ISO 100 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (2) ISO 200 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (2) ISO 200 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (2) ISO 200 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (3) ISO 400 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (3) ISO 400 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (3) ISO 400 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (4) ISO 800 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (4) ISO 800 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (4) ISO 800 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (5) ISO 1600 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (5) ISO 1600 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (5) ISO 1600 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (6) ISO 3200 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (6) ISO 3200 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (6) ISO 3200 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (7) ISO 6400 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (7) ISO 6400 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (7) ISO 6400 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 125 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 125 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 125 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 200 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 200 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 200 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 400 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 400 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 400 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 800 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 800 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 800 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 1600 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 1600 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 1600 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 3200 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 3200 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 3200 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (7) ISO 6400 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (7) ISO 6400 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (7) ISO 6400 1200 x 900 Detail

 

In der Detailansicht werden die Unterschiede ein wenig deutlicher. Schon bei den niedrigen ISO-Werten bis ISO 400 ist zu erkennen, dass die Olympus auf Detailwiedergabe getrimmt ist. Ob die feinen Äste und Blätter links neben der Türe oder die goldene Schrift, bei der Olympus wirkt das etwas knackiger. Aber nochmal: Hier kann über die Kameraeinstellungen der GX7 noch nschgeholfen werden. Die Unterschiede sind nicht sehr groß, so dass das über die individuellen Einstellungen unter dem Menüpunkt "Bildstil" im Aufnahme-menü noch individuell angepasst werden kann. Ansonsten sind die Unterscheide beider Kameras sehr gering. Farbwiedergabe, Kontrastumfang, Bildstörungen – beide Modelle liefern in den niedrigen ISO-Werten hervorragende Ergebnisse. 

Den ersten kleinen Qualitätssprung gint es bei ISO 800. Hier zeigen beide Kameras die ersten minimalen Bildstörungen. Wobei auch dort die Olympus etwas härter abgestimmt ist, so dass die Bildstörungen bei der E-M1 minimal mehr auffallen. Bei der Panasonic fallen zwar die Bildstörungen etwas geringer aus, dafür geht die Detailwiedergabe etwas zurück. Etwas deutlicher werden die Bildstörungen schon bei ISO 1600. Wobei auch hier sich das bereits beschriebene fortsetzt. Bei ISO 3200 werden die Unterschiede beider Kameras noch deutlicher. Gut zu erkennen an der goldenen Schrift über der Haustüre. Bei der GX7 wirkt die schon deutlich verwaschener und weniger detailliert. Bei der OM-D E-M1ist die Schrift schärfer, klar zu lesen und zu erkennen, dafür sind die Bildstörungen (Rauschen) etwas stärker ausgeprägt. Bei ISO 6400 ist bei der GX7 die goldene Schrift über der Tür kaum noch lesbar. Ebenso sind die feinen Fugen in den weißen Steinen nahezu vollständig verschwunden. Bei der Olympus sind die noch gut zu erkennen, ebenso die Schrift über der Türe. Dafür fällt das Rauschen etwas stärker aus. Hier werden die unterschiedlichen Abstimmungen der Kamera sichtbar.

Nach den Weitwinkelaufnahmen nun noch mal eine Detailaufnahme mit dem Olympus Zuiko 75mm f1.8. Auch hier zunächst die herungergerechnete Aufnahme, dann der Ausschnitt in voller Auflösung.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 900 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 200 bis ISO 6400.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten.
  • Olympus OM-D E-M1 (1) ISO 200 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (1) ISO 200 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (1) ISO 200 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (2) ISO 400 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (2) ISO 400 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (2) ISO 400 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (3) ISO 800 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (3) ISO 800 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (3) ISO 800 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (4) ISO 1600 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (4) ISO 1600 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (4) ISO 1600 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (5) ISO 3200 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (5) ISO 3200 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (5) ISO 3200 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (6) ISO 6400 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (6) ISO 6400 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (6) ISO 6400 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 200 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 400 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 800 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 800 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 800 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 1600 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 1600 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 1600 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 3200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 3200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 3200 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 6400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 6400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 6400 1200 x 900

In der heruntergerechneten Übersichtsaufnahme sehen die Ergebnisse genauso aus, wie in der Weitwinkelaufnahme. Auch hier wieder gut zu erkennen: Die Panasonic Lumix DMC-GX7 ist weicher abgestimmt, als die Olympus OM-D E-M1. Nun zur Detailansicht.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder zeigen einen Originalausschnitt in der Größe von 1200 x 900 Pixel. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 200 bis ISO 6400.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten.
  • Olympus OM-D E-M1 (1) ISO 200 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (1) ISO 200 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (1) ISO 200 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (2) ISO 400 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (2) ISO 400 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (2) ISO 400 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (3) ISO 800 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (3) ISO 800 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (3) ISO 800 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (4) ISO 1600 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (4) ISO 1600 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (4) ISO 1600 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (5) ISO 3200 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (5) ISO 3200 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (5) ISO 3200 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (6) ISO 6400 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (6) ISO 6400 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (6) ISO 6400 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 200 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 200 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 200 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 400 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 400 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 400 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 800 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 800 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 800 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 1600 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 1600 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 1600 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 3200 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 3200 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 3200 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 6400 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 6400 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 6400 1200 x 900 Detail

 

In der Detailansicht wird nun noch deutlicher, dass die Olympus in der Basiseinstellung mehr Details zeigt als die GX7. Bei ISO 200 ist das vor allem an der Holz-Maserung der grünen Balken zu erkennen. Hier zeigt die OM-D E-M1 etwas mehr Strukturen als die GX7. Insgesamt sehen die Aufnahmen der Olympus etwas knackiger aus, während die der Panasonic etwas harmonischer aussehen. In der höchsten ISO-Einstellung bei ISO 6400 wird das besonders deutlich. Hier zeigt die Olympus in der grünen Türe deutliche Bildstörungen, wobei die vor allem in den mittleren Tönen am stärksten sichtbar sind. In den dunklen und hellen Passagen sind sie deutlich geringer. Bei der GX7 sind erneut weniger Störungen sichtbar, es fehlen allerdings die Details, die auf den Fotos der OM-D sichtbar sind.

Bleibt als letzter Vergleich, der bei Low-Light. Hier muss mal wieder das Regal mit den Flaschen herhalten. Es bietet aber einen guten Überblick und ermöglicht eine detaillierte Beurteilung der einzelnen Qualitätsmerkmale.  

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 900 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 beziehungsweise ISO 125 bis ISO 25600.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten.
  • Olympus OM-D E-M1 (01) ISO 100 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (01) ISO 100 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (01) ISO 100 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (02) ISO 200 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (02) ISO 200 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (02) ISO 200 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (03) ISO 400 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (03) ISO 400 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (03) ISO 400 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (04) ISO 800 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (04) ISO 800 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (04) ISO 800 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (05) ISO 1600 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (05) ISO 1600 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (05) ISO 1600 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (06) ISO 3200 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (06) ISO 3200 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (06) ISO 3200 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (07) ISO 6400 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (07) ISO 6400 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (07) ISO 6400 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (08) ISO 12800 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (08) ISO 12800 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (08) ISO 12800 1200 x 900
  • Olympus OM-D E-M1 (11) ISO 25600 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (11) ISO 25600 1200 x 900Olympus OM-D E-M1 (11) ISO 25600 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 125 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 125 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 125 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 200 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 400 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 800 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 800 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 800 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 1600 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 1600 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 1600 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 3200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 3200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 3200 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (7) ISO 6400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (7) ISO 6400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (7) ISO 6400 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (8) ISO 12800 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (8) ISO 12800 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (8) ISO 12800 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (9) ISO 25600 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (9) ISO 25600 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-GX7 (9) ISO 25600 1200 x 900

In der reduzierten Vollansicht sind bis ISO 3200 praktisch keine Bildstörungen zu sehen. Die Detailwiedergabe ist klasse und die Farben werden originalgetreu wiedergegeben. In diese Ansicht sind zwischen den Ergebnissen kaum Unterschiede sichtbar, die einen nennenswerten Vorteil für eines der Modelle bedeuten würde. Einziger Unterschied: Die GX7 scheint in der Basiseinstellung etwas wäremer abgestimmt zu sein. Aber auch hier wieder der Hinweis: Beide Kameras kannst du individuell an deine Ansprüche anpassen. Sprich die Olympus etwas wärmer oder die Panasonic etwas kühler. Also kein Grund, die eine oder andere Kamera zu bevorzugen. Leichte Bildstörungen werden ab ISO 6400 sichtbar, die bis ISO 25600 zunehmen. Aber wirklich dramatisch sehen die nicht aus. Erst in der Detailansicht werden die Unterschiede sichtbar. 

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder zeigen einen Originalausschnitt in der Größe von 1200 x 900 Pixel. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 beziehungsweise ISO 125 bis ISO 25600.

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten.
  • Olympus OM-D E-M1 (01) ISO 100 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (01) ISO 100 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (01) ISO 100 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (02) ISO 200 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (02) ISO 200 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (02) ISO 200 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (03) ISO 400 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (03) ISO 400 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (03) ISO 400 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (04) ISO 800 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (04) ISO 800 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (04) ISO 800 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (05) ISO 1600 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (05) ISO 1600 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (05) ISO 1600 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (06) ISO 3200 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (06) ISO 3200 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (06) ISO 3200 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (07) ISO 6400 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (07) ISO 6400 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (07) ISO 6400 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (08) ISO 12800 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (08) ISO 12800 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (08) ISO 12800 1200 x 900 Detail
  • Olympus OM-D E-M1 (11) ISO 25600 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (11) ISO 25600 1200 x 900 DetailOlympus OM-D E-M1 (11) ISO 25600 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 125 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 125 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (1) ISO 125 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 200 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 200 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (2) ISO 200 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 400 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 400 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (3) ISO 400 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 800 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 800 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (4) ISO 800 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 1600 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 1600 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (5) ISO 1600 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 3200 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 3200 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (6) ISO 3200 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (7) ISO 6400 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (7) ISO 6400 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (7) ISO 6400 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (8) ISO 12800 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (8) ISO 12800 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (8) ISO 12800 1200 x 900 Detail
  • Panasonic Lumix DMC-GX7 (9) ISO 25600 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (9) ISO 25600 1200 x 900 DetailPanasonic Lumix DMC-GX7 (9) ISO 25600 1200 x 900 Detail

In der Detailansicht bei niedrigen ISO-Werten zeigen die Fotos beider Kameras sehr viele Details und vermitteln einen natürlichen Farbeindruck. Auf beiden Bildern sind auch feinste Details, wie die Struktur des Papiers sichtbar. Bis zu einer ISO-Empfindlichkeit von ISO 400 sind keine Bildstörungen (Rauschen) zu sehen. Sowohl in den hellen wie auch dunklen Passagen liefern beide Kameras ein klasse Ergebnis. Bei ISO 800 zeigt die Aufnahme der Olampus OM-D E-M1 minimale Bildstörungen in den mittleren Tönen. Zu sehen sind die auf der rechten Seite des Etiketts der linken Flasche. Auch hier wieder: Die Olympus zeigt dafür mehr Details als die GX7, die weicher abgestimmt ist. Noch deutlicher wird dieser Effekt bei ISO 3200. Hier wirkt die kleine Schrift auf de Flasche bei der GX7 minimal verwaschener, als bei der Olympus. Bei der Empfindlichkeit von ISO 25600 zeigt ich dieser Unterschied sehr deutlich. Während auf der Aufnahme der Olympus viele Details noch gut zu erkennen sind und die kleine Schrift am unteren Rand des Etiketts (schwart auf Gold) noch zu lesen ist, ist die gleiche Schrift bei der Panasonic kaum noch lesbar uns sieht stark verwaschen aus. Dafür sind deutlich weniger Bildstörungen (Rauschen) sichtbar. 

Insgesamt liegt die Bildqualität beider Kameras auf einem sehr hohen Niveau und unterscheidet sich lediglich in der generellen Abstimmung. Hier kann allerdings jeder Fotograf individuelle Eingriffe in die Einstellungen der Kameras vornehmen und sie so auf seine Bedürfnisse abstimmen. Das betrifft sowohl die Schärfe, den Kontrast, die Farbwiedergabe als auch – in Grenzen – die Bildstörungen. Wobei hier klar sein muss, dass bei einer Steigerung der Detailwiedergabe (Schärfe und Kontrast) der GX7 die Bildstörungen zunahmen. Reduziert man im Gegenzug bei der Olympus die Bildstörungen, so geht das einher mit dem Verlust an Detailwiedergabe im hohen ISO-Bereich. Was die Bildqualität anbelangt sehe ich bei keiner der beiden Modelle einen entscheidenden Vorteil. Sowohl in den niedrigen ISO-Einstellungen, als auch bei den High-ISO-Aufnahmen liegen beide Kameras auf hohem Niveau. Auf dem Bild unten (bitte für die Vollansicht bitte draufklicken) ist das im Detailvergleich zu sehen. Links ist ein Ausschnitt einer Aufnahme, die mit einer Nikon D600 Vollformatkamera gemacht wurde, in der Mitte das Ergebnis der Olympus OM-D E-M1 und rechts das der Panasonic Lumix DMC-GX7. Alle Aufnahmen sind mit einer Einstellung von ISO 25600 gemacht worden. 

  • Kombination D600 OM-D GX7 bei ISO 25600Kombination D600 OM-D GX7 bei ISO 25600Kombination D600 OM-D GX7 bei ISO 25600

 Alle Neuheiten sofort erfahren – registrier dich für meinen kostenlosen Newsletter: REGISTRIEREN

Die Foto-Bude braucht dich! Unterstütz meine Arbeit mit einer Spende oder einem Kauf bei Amazon:

   

Flattr this

Du nutzt einen Ad-Blocker und siehst hier keine AMAZON-Links? Dann klick HIER


TOP 6 – Tempo

Beim Tempo spielen hauptsächlich zwei Punkte eine Rolle: Die Auslöseverzögerung und die Serienbildfunktion. Fangen wir mit dem etwas einfacheren Punkt an: Der Serienbildgeschwindigkeit. Hier gilt es nicht nur auf das Tempo zu achten, sondern auch auf die Fokussierung. Was heißt das? Die Kamera fokussiert entweder nur einmal beim ersten Bild und belässt den Fokus dann für den Rest der Serie so oder die Kamera fokussiert bei jeder Aufnahme der Serie individuell. Die zweite Variante fordert die Elektronik der Kamera deutlich mehr, daher ist in dieser Einstellung die Geschwindigkeit langsamer. 

Nun lässt sich das bei der Olympus nicht ganz so leicht rausfinden. Zunächst einmal gibt es drei verschiedene Geschwindigkeiten: 10, 6,5 und 3,5 Bilder pro Sekunde. Dabei ist zu beachten, dass nur in der langsamen Geschwindigkeit der Bildstabilisator arbeitet. In den Tempo 10 und 6,5 Bilder pro Sekunde ist der Stabi ausgeschaltet. Nun zum Fokussieren: Bei einer Geschwindigkeit von 10 Bildern pro Sekunde fokussiert die OM-D E-M1 nur beim ersten Bild und behält diese Einstellung für den Rest der Serie – das gilt übrigens auch für die Belichtung und den Weißabgleich. Nun kommen die langsamen Tempi. Da bin ich ehrlich gesagt nicht ganz sicher, wie sich die Kamera verhält – vor allem mit den unterschiedlichen Objektiven. Olympus sagt, dass die Kamera im Modus kontinuierlicher Autofokus, auch bei den MFT-Objektiven den Phasendetektions-Fokus nutzt, wenn erforderlich. Das würde heißen, dass die Kamera in der Serienbildgeschwindigkeit diese Option nutzt. Ich konnte allerdings nicht feststellen, ob das tatsächlich passiert. Fest steht, dass die OM-D bei der langsamen Geschwindigkeit den Fokus nachführt.

Bei der Panasonic ist das auch nicht viel klarer. Da gibt es zusätzlich noch die Unterschiede zwischen mechanischem und elektronischem Verschluss. Das höchste Tempo wird in Verbindung mit dem elektronischen Verschluss erreicht: 40 Bilder pro Sekunde (SH) – dabei fokussiert die Kamera allerdings nur beim ersten Bild. Beim Fotografieren mit dem mechanischen Verschluss beträgt das höchste Tempo 5,0 oder 4,3 Bilder pro Sekunde (H). Der Unterschied: Bei der langsamen Geschwindigkeit fokussiert die GX7 kontinuierlich, vorausgesetzt der Fokusmodus AF-C (kontinuierlicher Autofokus) ist gewählt. Noch gemächlicher geht's in der Einstellung M zu, mit vier Bildern pro Sekunde und schließlich in L mit zwei Bildern pro Sekunde. 

Nächster Punkt ist die Auslöseverzögerung. Sie setzt sich aus dem Fokussieren, dem Messen und Berechnen der Belichtungswerte und dem eigentlichen Auslösen zusammen. Dabei geht am meisten Zeit fürs Fokussieren drauf und hier gibt es auch die größten Zeitunterschiede. Zu den verschiedenen Arten die Schärfe per Autofokus zu ermitteln hatte ich ja bereits etwas geschrieben – Kontrast oder Phasendetektion. Nun ist das der eine Teil der Wahrheit, der andere: Es spielen eine Unmenge an Faktoren eine Rolle bei der Autofokusgeschwindigkeit. Deswegen ist es auch kaum möglich eine generelle Aussage zu den Tempi zu machen. Faktoren von denen die Geschwindigkeit abhängt sind allem voran das Motiv, die Helligkeit, das Objektiv und die Kameraeinstellung. Natürlich lassen sich Labormessungen machen und so Unterschiede ermitteln, allerdings sind die nur wenig aussagekräftig wenn es um den Praxiseinsatz geht. 

Stellt sich die Frage, wie sich die beiden Kameras denn nun schlagen. Natürlich kann ich nicht alle möglichen Aufnahmesituationen durchfotografieren, sondern mir nur einige wichtige Motive rauspicken. Das sind ganz normale Motive, in denen sich nichts bewegt, Motive in denen sich ein Teil durchs Bild bewegt und als größte Herausforderung ein Motiv, in dem sich ein Element auf mich zu bewegt oder sich von mir entfernt. 

 Alle Neuheiten sofort erfahren – registrier dich für meinen kostenlosen Newsletter: REGISTRIEREN

Die Foto-Bude braucht dich! Unterstütz meine Arbeit mit einer Spende oder einem Kauf bei Amazon:

   

Flattr this

Du nutzt einen Ad-Blocker und siehst hier keine AMAZON-Links? Dann klick HIER


TOP 7 – Der Bildstabilisator

Ein Bildstabilisator gehört heute zum guten Ton – ohne geht's nicht. Und natürlich haben beide Kameras einen Bildstabi, unterscheiden sich aber in den Konzepten. Fangen wir mit der Olympus an. Die hat einen in die Kamera integrierten Bildstabilisator. Das heißt: Der Sensor ist schwingend aufgehängt und gleicht so die Zitterbewegungen der Hand aus. Dabei gleicht er nicht nur horizontale und vertikale Bewegungen aus, sondern auch Nick- und Drehbewegungen aus. Olamxpus spricht von einem Fünf-Achsen-Stabilisator. Beim praktischen Einsatz merkt man, dass der tatsächlich einiges an Bewegungen ausgleicht. Und warum ist der in der Kamera? Der Vorteil ist, es können alle Objektive an die Kamera gesetzt werden und man hat dennoch immer einen Stabi. Das gilt natürlich nicht nur für Olympus-Linsen, sondern auch für "Altglas", das mit einem Adapter an der Olympus geflanscht wird. Setzt man übrigens ein Objektiv mit eingebautem Stabi an die E-M1 – also etwas eins von Panasonic – sollte man den ausschalten und die Olympus die Arbeit machen lassen. Schlimmstenfalls heben sich nämlich beide Stabis gegenseitig auf und der Effekt ist dahin.

Die Panasonic setzt gleich auf zwei Konzepte. Ursprünglich verlegt Panasonic die Stabilisierung ins Objektiv. Sprich: Alle wichtigen Objektive sind mit dem sogenannten O.I.S. (Power OIS, Mega OIS) ausgestattet, der Hinweis darauf findet sich auf der Front der Linsen. Nun sind diese Stabilisatoren in etwa auf dem Niveau des Stabis der Olympus. Bei diesen Objektiven ist eine Linse flexibel aufgehängt und gleicht die Zitterbewegungen der Hand so aus. Problem: Fotografiert man mit Objektiven ohne eingebauten Stabi, gibt's auch keinen Stabi. Und da Olympus einige sehr gute Objektive hat, hatten die eben den Nachteil, keinen Stabi zu haben. Dieses Problem hat Panasonic nun so gelöst, dass die GX7 zusätzlich einen Bildstabilisator im Gehäuse hat. Im Prinzip arbeitet der nach dem gleichen System, wie der von Olympus, nur nicht in fünf Achsen. Will heißen, er ist nicht ganz so effektiv. In der Praxis macht sich dieser Unterschied minimal bemerkbar. Arbeite man mit Objektiven mit integriertem Bildstabi (O.I.S.) so wird der interne ausgeschaltet. Setzt man Objektiveohne Stabi an, schaltet die Kamera automatisch auf den internen Stabi um. Manuell kann man zwischen beiden Systemen nicht wählen, sondern nur ausschalten. 

Bei beiden Systemen gibt es übrigens mehrere Varianten für den Stabi. Einmal die Voll-Variante, bei dem alle Bewegungen in alle Richtungen ausgeglichen werden. In der zweiten Variante werden nur Bewegungen von oben nach unten ausgeglichen. Wann nimmt man die? Wenn man entweder bei Motiven mitziehen möchte oder beim Filmen Schwenks macht. Denn dann darf der Stabi die seitlichen Bewegungen nicht ausgleichen. Würde er das machen, würde das Bild ein wenig ruckeln. Also: Nicht vergessen, den Stabi bei Schwenks oder Mitziehen umzuschalten. Was die Effektivität beider Systeme anbelangt, würde ich sagen, dass der Olympus-Stabi ein wenig effektiver ist. Allerdings hängt das natürlich auch von den verwendeten Objektiven ab. Generell kann ich aber sagen, dass beide ihre Arbeit sehr gut erledigen und zwischen zwei und drei Blendenstufen Gewinn bringen. Sprich die Belichtungszeit kann um zwei bis drei Stufen verlängert werden, ohne dass die Aufnahmen verwackelt ist. Als Faustregel gilt ja, dass die Belichtungszeit 1/KB-Brennweite sein sollte. Wird beispielsweise ein Objektiv mit einer MFT-Brennweite von 75 Millimetern verwendet, entspricht das einer Kleinbildbrennweite von 150 Millimetern und verlangt eine Belichtungszeit von 1/150 Sekunde - also aufgerundet 1/250 Sekunde, um ein verwacklungsfreies Bild zu bekommen. Mit Stabi kann die Zeit um zwei bis drei Stufen verlängert werden: 1/250 - 1/125 - 1/60 Sekunde oder 1/30 Sekunde.

Alle Neuheiten sofort erfahren – registrier dich für meinen kostenlosen Newsletter: REGISTRIEREN

Die Foto-Bude braucht dich! Unterstütz meine Arbeit mit einer Spende oder einem Kauf bei Amazon:

   

Flattr this

Du nutzt einen Ad-Blocker und siehst hier keine AMAZON-Links? Dann klick HIER


TOP 8 – WLAN-Funktionen (WiFi)

Zum Kontrollbildschirm und Sucher hatte ich ja bereits etwas gesagt. Ein weiteres gemeinsames Ausstattungsmerkmal ist das eingebaute WLAN-Modul. Was den Funktionsumfang und die Möglichkeiten anbelangt, gibt es allerdings einige Unterschiede. Bevor ich darauf eingehe, erst mal etwas zu den wichtigsten Funktionen, die per WiFi möglich sind und wünschenswert sind. Als erstes ist da natürlich die Übertragung von aufgenommenen Bilder. Idealerweise lässt sich das Ziel wählen zwischen Smartphone, Tablett-PC, Computer, Fernseher, Cloud sowie diverse Social-Media-Plattformen wie Facebook, Flicks, Twitter und Youtube. Ein weiter Punkt ist die Fernsteuerung der Kamera. Dabei kommt es darauf an, nicht nur auslösen zu können, sondern auch diverse Einstellungen vornehmen zu können. Das sind natürlich die Belichtung, Weißabgleich, Autofokuspunkt, Filter und Bildeinstellungen sowie zoomen, falls ein Powerzoom-Objektiv an der Kamera ist. All das sollte sich möglichst komfortabel vom Smartphone oder Tablett-PC erledigen lassen. Dass dabei das Live-Bild auf das Gerät übertragen wird, ist dabei schon fast selbstverständlich. Wofür man das braucht? Immer dann wenn man möglichst nicht stören möchte, einen Fernauslöser benötigt, eine größere Darstellung benötigt, als es der eingebaute Bildschirm bietet oder Zeitrafferaufnahmen. Es gibt also eine Menge Möglichkeiten, die eine WLAN-Verbindung bietet und das Leben des Fotografen erleichtert.

Fangen wir mit den Möglichkeiten der Panasonic an. Als erstes geht es mit dem Herstellen der Verbindung zwischen Kamera und Smartphone los. Hier bietet die Panasonic einen NFC-Chip. Was das ist? Near-Field-Communication. Ist das Smartphone oder Tablett-PC ebenfalls mit  einem solchen Chip ausgestattet, müssen sich Kamera und Mobil-Device nur kurz berühren und schon wird die Verbindung hergestellt. Die Eingabe eines Kennworts ist nicht erforderlich. Die Verbindung lässt sich so schnell und bequem aufbauen. Bist du auch Apple-Fan? Dann hilft dir der NFC-Chip (zur Zeit) nichts. Die Verbindung wird dann ganz normal über die Eingabe eines Kennwortes hergestellt. Neben der Verbindung zum Smartphone kann die GX7 auch mit einem Computer (Windows und OS.X), einem Fernseher, Drucker, WLAN-fähigem AV-Gerät (Blu-rya-Player), der Cloud, sozialen Netzwerken und dem Panasonic LUMIX-Club per WLAN verbunden werden. Die vielen Möglichkeiten beeindrucken mich.

Aber noch etwas anderes finde ich extrem praktisch: Die Übertragung der Bilder geschieht im Hintergrund. Was heißt das? Du verbindest die Kamera zunächst mit einem Smartphone, Tablett-PC oder Computer und zwar unter dem Punkt "Bilder während der Aufnahme schicken". Nun geht's ans fotografieren. Ist das erste Bild gemacht, beginnt die GX7 sofort mit der Übertragung auf das angeschlossene Gerät. Während dessen kannst du weiter fotografieren. Für welche Situationen ist das sinnvoll? Immer dann, wenn die Aufnahmen möglichst sofort auf einem größeren Bildschirm kontrolliert werden sollen. Entweder, um die die Belichtung oder Schärfe zu prüfen. Das kann beispielsweise bei Makro, Table-Top, Still oder Porträt sinnvoll sein. Und was unterscheidet diese Verfahren von dem anderer Kameras? Bei denen wird das Foto gemacht und anschließend muss die WLAN-Verbindung aufgebaut und das Foto übertragen werden. Fürs nächste Bild muss die Verbindung gekappt werden, dann wird die Aufnahme gemacht und die WLAN-Verbindung wieder aufgebaut. Das ist wesentlich umständlicher und langsamer.

Ein weiter wesentlicher Punkt ist die Fernsteuerung der Kamera. Hier lässt die GX7 praktisch keine Wünsche offen. Alle wichtigen Funktionen können per Smartphone oder Tablett-PC gesteuert werden: Belichtung, Weißabgleich, Bildstil, Serienbildgeschwindigkeit, das setzen des Fokuspunktes, ISO-Empfindlichkeit, und, und und. Selbstverständlich wird das LIve-Bild dabei auf das mobile Gerät übertragen. Ist ein Powerzoom-Objektiv angesetzt, kann man sogar den Zoom betätigen - viel mehr geht nicht. Insgesamt sind die WiFi-Möglichkeiten sehr umfangreich und lassen sich leicht bedienen. Hier kann die GX7 klar punkten.

Die WLAN-Funktionen der OM-D E-M1 sind bei weitem nicht so umfangreich, wie die der GX7. Die Verbindung zum Smartphone oder Tablett-PC wird nicht per NFC-Chip oder manuellem Eintragen des Kennworts hergestellt, sondern per QR-Code. Dazu wird auf der Kamera die WLAN-Verbindung gestartet. Nach wenigen Sekunden erscheint ein QR-Code auf dem Kontrollmonitor. Nun wird die App auf dem Smartphone geöffnet und der Code abgescannt. Die Verbindung wird dann automatisch aufgebaut. Das geht einfach und flott – eine gute Idee.

Die Olympus-App "OLYMPUS Image Share" bietet vier Funktionen: Fernbedienung, Fotos importieren, Fotos bearbeiten und Geotag hinzufügen. Der Punkt Fotos importieren spricht für sich. Ebenso die Fernbedienung. Hier stellt sich lediglich die Frage, welche Funktionen möglich sind. Leider glänzt die Olympus hier nicht durch den gleichen Funktionsumfang wie die GX7. Es kann zwischen den Belichtungsprogrammen P, A, S, M und iAUTO gewechselt werden. Einstellungen von Blende, Belichtungszeit, ISO-Empfindlichkeit und Belichtungskorrektur sind möglich – das war's. Weder der Bildstil, noch ART-Filter oder andere Einstellungen sind möglich. Es kann lediglich noch zusätzlich die Serienbildfunktion aktiviert werden. Selbstverständlich ist das Auslösen per Touchscreen möglich und der Autofokuspunkt kann individuell positioniert werden. Einen Joker hat die OM-D allerdings noch im Ärmel: Live-bulb-Funktion. Bei dieser Art der Langzeitbelichtung ist auf dem Display zu sehen, wie sich das Bild langsam aufbaut und genau diese Funktion kann auf dem Smartphone kontrolliert werden. Nach der Aufnahme kann das Foto übrigens direkt zur Kontrolle auf das Smartphone übertragen werden.

Unter dem Punkt "Geotag hinzufügen" verbirgt sich die gleiche Funktion, wie sie es bei der GX7 gibt. Das Smartphone speichert die Geodaten per GPS-Ortung und diese Daten können später automatisch zu den Aufnahmen zugefügt werden. 

 

TOP 9 - Objektive und Zubehör

Alle Neuheiten sofort erfahren – registrier dich für meinen kostenlosen Newsletter: REGISTRIEREN

Die Foto-Bude braucht dich! Unterstütz meine Arbeit mit einer Spende oder einem Kauf bei Amazon:

   

Flattr this

Du nutzt einen Ad-Blocker und siehst hier keine AMAZON-Links? Dann klick HIER


Das Finale – Mein Fazit

Eins steht fest: Beide Kameras sind echte Kracher und ich kann sie uneingeschränkt empfehlen. Jede für sich hat individuelle Vorteile. Aber um es kurz und einfach zu machen: Die OM-D E-M1 ist für den Profi, die DMC-GX7 für den ambitionierten Amateur.

Warum komme ich zu diesem Urteil? Die OM-D hat den Spritzwasserschutz, ist ergonomisch geformt, so dass ich sie auch über einen längeren Zeitraum bequem halten hat, hat reichhaltiges Zubehör, wie beispielsweise einen Zusatzbatteriegriff mit Hochkantauslöser, und harmoniert mit den Four-Third-Objektiven.

Dafür besticht die GX7 mit einem Rund-um-Sorglos-Paket inklusive elektronischem Verschluss und tollen WLAN-Funktionen (WiFi) sowie top Touchscreen-Funkitionen. Allerdings liegt sie bei längeren Shootings nicht ganz so gut in meiner Hand und es gibt nicht das umfangreiche Zubehörangebot, wie bei der Olympus. 

 

 
Vorteile
  • sehr gutes Griffgefühl, Einhandbedienung möglich
  • professionelles Bedienkomzept
  • sehr guter eingebauter Bildstabilisator
  • gute WLAN-Funktionen
  • spritzwasser- und staubgeschütztes Gehäuse
  • gutes Griffgehühl, Einhandbedienung möglich
  • kompaktes Gehäuse
  • klappbarer elektronischer Sucher
  • sehr guter Touchscreen mit umfangreichen Funktionen
  • guter eingebauter Bildstabilisator
  • sehr gute WLAN-Funktionen inklusive Bildübertragung im Hintergrund
Nachteile
  • Menüs können nicht per Touchscreen gesteuert werden
  • kein zusätzlicher Hochkantgriff verfügbar
Abmessungen 
und Gewicht:
  • B x H x T: 13,1 x 9,4 x 6,3 Zentimeter
  • Gewicht: 498 Gramm (Gehäuse inkl. Akku und SD-Karte)
  • B x H x T: 12,3 x 7,1 x 4,4 Zentimeter
  • Gewicht: 402 Gramm (Gehäuse inkl. Akku und SD-Karte)

Alle Neuheiten sofort erfahren – registrier dich für meinen kostenlosen Newsletter: REGISTRIEREN

Die Foto-Bude braucht dich und deine Unterstützung!

  • Dir hat mein Test wertvolle Informationen gebracht?
  • Dir hat mein Test die Kaufentscheidung erleichtert?
  • Du möchtest die Olympus OM-D E-M1 oder Panasonic Lumix DMC-GX7 kaufen?
  • Dann unterstütze mich und die Foto-Bude mit einem Kauf bei Amazon.
  • Dir entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten – ein Klick auf den Link unten reicht.
  • Die Foto-Bude sagt Danke! 

Du nutzt einen Ad-Blocker und siehst hier keine AMAZON-Links? Dann klick HIER

 

Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

Kontakt zur Foto-Bude

Rufen Sie uns an
+49 4103 818545

Schicken Sie uns eine Email
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Impressum