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Canon EOS 6D versus Nikon D600 – Digitale
Vollformat-Spiegelreflexkameras

  • Canon EOS 6D – 1900 Euro
  • Nikon D600 – 1600 Euro
    (Preise Stand Februar 2013)

Sie sind die Königsklasse der Digitalkameras: Spiegelreflexkameras mit Vollformatsensor. Allein schon wegen des hohen Preises werden sie hauptsächlich von Profis genutzt. So kostet die Canon EOS 5D MkIII gut 3000 Euro und die Nikon D800 immer noch rund 2500 Euro. Zur Photokina haben die beiden Platzhirsche ihren Fuhrpark um jeweils ein Vollformat-Modell erweitert. Das Ziel: eine Kamera, die auch für ambitionierte Amateure erschwinglich ist. Nun sind die beiden Neuen sicherlich keine Schnäppchen, aber mit knapp über 2000 Euro (Stand Dezember 2012) für die Canon EOS 6D und gut 1600 für die Nikon D600 sind sie schon ein ganzes Stück günstiger. Nun stellt sich dabei die Frage: worauf haben die Hersteller bei den Einstiegsmodellen verzichtet und liefern sie trotz des günstigeren Preises Top-Bildqualität ab und haben eine professionelle Ausstattung - diese Frage stellt sich sowohl für Neueinsteiger als auch für Fotografen, die schon ein kleineres Modell der beiden Hersteller haben. Und genau diese Fragen beantworte ich in meinem Test. 

Also, los geht's. Fangen wir mit der Frage an, warum es eigentlich Vollformat-Kamera heißt - ganz einfach: analoge Spiegelreflexkameras haben ein Aufnahmeformat von 24 x 36 Millimeter, und genau dieses Format haben eben Vollformat-Kameras, weil sie das volle Kleinbildformat aufnehmen. Zu Beginn der digitalen Fotografie gab es keine Sensoren in dieser Größe, also verwendete man kleinere Sensoren. Ein quasi Standardformat für kleinere Sensoren ist APS-C, die Aufnahme-Chips haben eine Größe von 23,6 x 15,8 Millimeter. Nun nehmen diese Sensoren nur einen Teil des vollen Aufnahmeformats von 24 x 36 Millimeter auf. Das heißt: wird an einer solchen Kamera ein Objektiv mit einer Brennweite von 50 Millimeter verwendet, wird mit einem APS-C-Sensor nicht das komplette Format, sondern nur ein Ausschnitt aufgenommen. Der Ausschnitt entspricht in etwa dem eines Objektivs mit 80 Millimeter Brennweite bei einem Vollformatsensor. Man spricht daher vom Brennweiten-Verlängerungsfaktor. Bei APS-C-Kameras beträgt dieser Faktor 1,6. Im Prinzip ist das nicht dramatisch, denn auch Sensoren im APS-C-Format liefern Top-Bildqualität. Problematisch wird das Ganze allerdings im Weitwinkelbereich. Kann man bei einer Vollformatkamera mit einem 17-Millimeter-Objektiv schon ein tolles Panorama aufnehmen, muss man – um den gleichen Bildeindruck zu bekommen – an einer Kamera mit APS-C-Sensor ein 10-Millimeter-Objektiv verwenden. Bei so kurzen Brennweiten gibt's dann allerdings Probleme mit Verzerrungen, Vignetierung und Randunschärfen. Vorteile haben Kameras mit APS-C-Sensoren bei Motiven, die hauptsächlich mit Tele-Objektiven fotografiert werden, beispielsweise im Sport oder der Tierfotografie. Denn dann wird aus einem 400-Millimeter-Objektiv eine Linse mit einem Bildwinkel von 640 Millimetern.

Neben dem Brennweiten-Thema hat die Größe des Sensors aber noch auf ein anderes wichtiges Gestaltungsmerkmal der Fotografie Einfluss: die Schärfentiefe. Es gilt: je größer der Sensor, je gezielter kann man die Schärfentiefe einsetzen. So kann ich mit einem 85-Millimeter-Objektiv bei einer Blendenöffnung von f1.8 mit einer Vollformatkamera einen Bereich von nur wenigen Millimetern scharf abbilden. Das gleiche Objektiv an einer APS-C-Kamera bildet dagegen einen sichtbar größeren Bereich scharf ab – wie groß der Bereich genau ist, hängt vom Aufnahmeabstand ab. Einige Beispiele könnt ihr auf meinem Flickr-Account begutachten. Damit ist auch klar, für wen sich eine Vollformat-Kamera überhaupt lohnt: Für alle Fotografen, die ganz bewusst mit den Gestaltungsmitteln der Fotografie arbeiten wollen, und die auch bereit sind, für hochwertige Objektive mit entsprechend hohen Lichtstärken – das heißt Ausgangsblenden von f1.8 und weniger – Geld auszugeben. Für wen all' das kein Thema ist, für den ist eine Vollformatkamera kein Muss.

Und jetzt zu den beiden Boliden. Dass die "Dinger" satt in der Hand liegen und ein wenig Muskelkraft im Bizeps erfordern, muss ich ja wohl nicht erwähnen. Allein das Kamera-Gehäuse der Nikon D600 bringt rund 850 Gramm auf die Waage, das der Canon EOS 6D ist mit gut 750 Gramm auch nicht viel leichter. Dazu kommt das Gewicht der Objektive, das auch gerne mal in Richtung von einem Kilogramm geht. Klar, dass es bei dem Gewicht auf einen perfekt geformten Griff mit höchster Ergonomie ankommt. Wer regelmäßig meine Tests liest, weiß, dass ich nicht gerade zierliche Hände habe. Und mit denen lässt sich der Griff der Canon etwas komfortabler greifen. Er ist minimal breiter und fühlt sich einfach etwas besser an. Das kann bei dir aber schon ganz anders sein: ein Freund von mir hat die beiden Kameras in die Hand genommen und fand spontan die Nikon angenehmer, sprich: beide Griffe sind gut geformt und sowohl die 6D als auch die D600 liegen perfekt in der Hand.

Beide Kameras haben an der Vorderseite ein Drehrad. Kleiner Unterschied: das der Nikon D600 zeigt nach vorne, das der Canon EOS 6D nach oben. Ach ja: der Einschalter der D600 ist direkt beim Auslöser. Für einen Blitzstart finde ich das ein wenig praktischer, als bei der Canon. Deren Einschalter ist links oben unter dem Programmwahlrad etwas versteckt. 

Worüber ja schon mal "kleinere" Diskussionen geführt werden, ist die Frage nach der Weichheit des Auslösers. Selbst auf die Gefahr, mich jetzt bei allen Nikonianern unbeliebt zu machen: mir gefällt das Auslösegefühl der Canon etwas besser. Für mich fühlt es sich weicher und harmonischer an. Aber das ist sicher kein Grund, sich für die Canon zu entscheiden – zumal es nur meine bescheidene Meinung ist. 

Wichtiger ist da schon die gesamte Bedienung und das Konzept der Kameras. Wer mit einem Spiegelreflex-Modell der beiden Hersteller fotografiert, der kennt das jeweilige Bedienkonzept in und auswendig und ein Umstieg auf das neue Modell ist ein Kinderspiel, denn: beide Kameras folgen dem traditionellen Konzept. Bei der Canon sind das das große Drehrad auf der Kamerarückseite, das Programmwahlrad auf der linken Kameraoberseite und die Tasten oberhalb des Anzeigefelds auf der Kameraoberseite. Bei der Nikon sind das die Tasten links neben dem Kontrollbildschirm, der Vierwegeschalter auf der Kamerarückseite und ebenfalls das Programmwahlrad auf der linken Kameraoberseite.

Ein paar Fakten zu den Kontrollbildschirmen: beide lassen sich nicht ausklappen oder schwenken und es sind keine Touchscreens. Die Diagonale der Canon-Glotze beträgt 7,7 Zentimeter und hat eine Auflösung von gut einer Million Bildpunkten. Der Bildschirm der D600 ist mit 8,0 Zentimetern minimal größer, hat dafür aber "nur" eine Auflösung von 921000 Bildpunkten. In der praktischen Arbeit habe ich keinen Unterschied ausmachen können, der einer der beiden Modelle einen Vorteil einbringen würde. Das gleiche gilt für den Betrachtungswinkel – auch da kein Unterschied. 

 

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Mein erster Ausflug mit den beiden Vollformat-Boliden

Strahlend blauer Himmel, ein paar Grad über Null und im Herzen von Wien. Also, beide Kameras fertig gemacht: Die Canon 6D mit dem 28-300/f3.5-5.6 und die Nikon D600 mit dem 24-85/f3.5-4.5. Ja, ich habe bewusst zwei unterschiediche Objektive gewählt, um ein bisschen herumexperimentieren zu können. Wenn's später noch an die genaue Analyse der Bildqualität geht, kommen die beiden 100mm beziehungsweise 105mm Makroobjektive zum Einsatz. Aber für den ersten Ausflug sollte es diese Ausstattung sein. An beide Kameras den praktischen Sun-Sniper dran und los geht's. Die Canon zerrt mit gefühlten drei Kilogramm an der Schulter, die D600 ist deutlich leichter – aber ich wollte es ja so.

Bei der Canon schalte ich als erstes die GPS-Funktion ein. Die 6D ist mit einem eingebauten GPS-Modul ausgestattet, so dass ich meine Positionsdaten bei jeder Aufnahme präzise aufzeichnen kann. Die D600 hat kein eingebautes GPS-Modul, kann aber mit dem externen GPS-Empfänger GP-1 (rund 215 €uro) nachgerüstet werden. Beide Kameras stelle ich auf die ISO-Empfindlichkeit ISO 400 und Programmautomatik. Bildstabis an beiden Objektiven an, alle Rauschunterdrückungen oder andere elektronischen Pixel-Hilfen schalte ich aus. Das erste Motiv ist der Stephansdom im Herzen von Wien. Vor dem strahlend blauen Himmel sieht er traumhaft aus. Beide Kamers lösen diese Aufgabe ohne Probleme. Wie schon vorher erwähnt, fühlt sich der Auslöser der 6D etwas angenehmer an. Das gleiche gilt für den Griff. Er bietet meiner Hand ein wenig mehr Halt und Sicherheit. Dafür finde ich den Einschalter der 6D zu fummelig. Das Ding versteckt sich links unter dem Programmwählrad, so dass ich die Lust daran verliere, Energie zu sparen. Nach jedem Motiv die Kamera aus- und beim nächsten Motiv wieder einzuschalten, macht mit der Canon keinen Spaß. Ganz im Gegensatz zur Nikon. Der Ein-Ausschalter am Auslöser der D600 ist perfekt und ich kann ihn ohne jegliche Fummelei blitzschnell bedienen.

Das nächste Motiv ist schon ein wenig kniffeliger: Ein Schriftzug auf einer weißen Marmorfassade. Klar, dass die Kameras da ins Schleudern kommen, und die Fassade grau statt weiß aussieht. Die automatische Belichtung beider Kameras ist damit überfordert – meine manuelle Belichtungskorrektur ist gefragt. Bei der Nikon D600 drücke ich dazu die +/--Taste neben dem Auslöser und stelle am hinteren Drehrad den gewünschten Korrekturwert ein. Ist der Live-View dabei nicht eingeschaltet, wird der Wert nur auf dem oberen Display angezeigt – und natürlich im Sucher. Ich fände es perfekt, wenn ich die Kamera so einstellen könnte, dass diese Änderungen automatisch auf dem großen Kontrollbildschirm angezeigt werden. Möchte ich solche Änderungen sehen, muss ich zuvor die Info-Taste drücken – genau das würde ich mir gerne ersparen.

Bei der 6D ist das komfortabler gelöst. Wenn ich da die Info-Taste drücke, werden auf dem Kontrollmonitor alle wichtigen Einstellungen der Kamera angezeigt – permanent. Veränderungen kann ich dann also nicht nur im Sucher oder auf dem oberen Display verfolgen, sondern auch auf dem großen Bildschirm. Für Weitsichtige wie mich, ein Vorteil, denn so kann ich die Werte auch mal ohne Brille ablesen. Was mich allerdings ein wenig beschäftigt, ist die Frage, wie ich die Belichtungskorrektur überhaupt einstelle. Eine entsprechende Taste finde ich nicht. Aus meinem Gedächtnis krame ich hervor, dass das irgendwie mit dem großen Drehrad auf der Kamerarückseite gehen muss. Und richtig: Den Auslöser kurz angetippt, am Rad gedreht und schon wandert der Balken auf der Korrektur-Skala auf +1 Blende – wenn man's weiß, geht's so schneller als bei der Nikon. Das Ganze hat allerdings einen Nachteil: Kommt man versehentlich ans Drehrad, stellt man eine Belichtungskorrektur ein, die man gar nicht will. Canon löst dieses Problem mit einem kleinen Schalter unterhalb des Drehrades: Wird der auf die Position "LOCK" gestellt, ist das Drehrad gesperrt. Ich möchte nur nicht erleben, wenn ich mal hektisch bin, sofort eine Belichtungskorrektur einstellen will und sich die mit dem Drehrad nicht ausführen lässt – weil der Schalter auf "LOCK" steht und ich das in der Hektik nicht mehr wahrnehme ... 

Beim nächsten Motiv ist die Verschiebung des Autofokuspunktes erforderlich. Jetzt zeigt sich, dass die beiden Kameras schon ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Beschäftigung mit den Funktionen erfordern. Denn das was ich möchte, ist leichter gesagt als getan.

Bei der Canon 6D muss ich zunächst die Kamera auf Programmautomatik, Blenden- oder Zeitpriorität oder manuelle Belichtung stellen. In den übrigen Einstellungen ist die Wahl des Autofokus-Punktes nicht aktiv. Wenn ich nun durch den Sucher blicke, und das Motiv anvisiere, stellt die Kamera auf einen oder mehrere Punkte scharf. Im Sucher werden diese Punkte mit einem kleinen leuchtenden, roten Rahmen markiert. Möchte ich den Autofokuspunkt anpassen und auf einem bestimmten Motivelement haben, muss ich oben rechts an der Kamera-Rückseite die Fokus-Taste drücken. Nun leuchten alle Fokusfelder auf. Mit dem Vierwegeschalter auf der Kamerarückseite kann ich nun den Messpunkt dahin verschieben, wohin ich ihn gerne hätte. Möchte ich wieder alle Punkte aktivieren, reicht ein Druck auf die OK-Taste. Ein Manko: Es stehen nur elf AF-Punkte zur Verfügung, die alle recht nah ums Zentrum angeordnet sind. Zusätzlich zu der Verschiebung des Autofokus-Punktes kann ich wählen, ob die 6D für eine Aufnahme scharf stellen soll oder kontinuierlich. Die Auswahl geschieht am einfachsten durch einen Druck auf die Q-Taste. Dann per Vierwegeschalter den unteren linken Punkt anwählen und ich kann zwischen ONE SHOT (Einzelbild), AI FOCUS (intelligente Wahl) und AI SERVO (für Motive mit sich bewegenden Elementen) wählen. Mehr AF-Messpunkte gibt es übrigens im Live-View-Modus. Da erscheint ein kleiner Rahmen auf dem Kontrollbildschirm. Den kann ich dann auch wieder per Vierwegeschalter frei positionieren – fast über die gesamte Fläche, nur am Rand bleibt ein Bereich, den ich nicht erreichen kann. Um diesen Modus zu aktivieren, muss ich bei eingeschaltetem Live-View die Q-Taste drücken und dann unter dem Punkt Autofokus-Methode die FlexiZone–Single wählen. Mehr zum Thema Live-View folgt noch.

Bei der Nikon D600 funktioniert es ähnlich. Auch da klappt die Positionierung des Autofokus-Messfeldes nur in der Programmautomatik, Blenden- und Zeit-Vorwahl sowie manueller Einstellung von Zeit und Blende. Blicke ich nun durch den Sucher und tippe den Auslöser an, stellt die Kamera scharf, und signalisiert das mittels Aufleuchten eines etwas größeren roten Rahmens, in dessen Mitte ein kleines Quadrat ebenfalls rot leuchtet. Drücke ich nun die Autofokus-Taste auf der Kamera-Oberseite, kann ich das kleine Quadrat mit dem Vierwegeschalter verschieben. Sollte sich da übrigens nichts tun, dann ist der Drehschalter des Vierwegeschalters auf L für Lock gestellt. Bei der Canon wirkt sich die Position LOCK übrigens nicht auf den Vierwegeschalter aus, sondern nur aufs Drehrad. Nun kann ich den Autofokus-Punkt an elf verschiedene Positionen schubsen. Möchte ich mehr Autofokus-Punkte – bitteschön. Die Taste MENU drücken, in die Individualfunktionen gehen, dort den Punkt Autofokus wählen und unter a6 "Anzahl der Fokusmessfelder" den Punkt "AF39 39 Messfelder" wählen. Nun steht die maximale Anzahl von Messfeldern zur Verfügung. Bei der Arbeit mit der D600 finde ich es etwas verwirrend, dass ich das AF-Messfeld verschieben kann, dann den Auslöser antippe und die Kamera das Scharfstellen mit dem Aufleuchten des kleinen Quadrats UND dem gesamten Messfeldrahmens anzeigt. Ich bin mir dann irgendwie nicht so recht sicher, welchen Bereich die Kamera denn nun scharf stellt. Außerdem leuchtet der rote Rahmen und das Quadrat nur sehr schwach. Bei hellen Motiven habe ich Schwierigkeiten, zu erkennen, ob er wirklich leuchtet. Stellt man im Individualmenü die Funktion "Messfeld LED" auf OFF, leuchtet gar kein Rahmen mehr. Ich kann übrigens schnell prüfen, wieviele AF-Felder aktiviert sind, indem ich die INFO-Taste drücke. Dann wird das AF-Feld mit seinen aktiven Elementen auf dem Kontrollbildschirm neben den weiteren wichtigen Einstellungen angezeigt.

Neben dieser Einstellung kann ich weitere Autofokus-Varianten wählen. Das geschieht mit einem Druck auf die die kleine Taste am AF-M-Umschalter, die sich an der Kameravorderseite, etwas unterhalb der Bajonett-Entriegelung, befindet. Wird die Taste gedrückt, kann ich mit dem hinteren Drehrad zwischen den Autofokus-Varianten A=Automatisch, S=Single (Einzeln) und C=Continous (kontinuierlich) wählen. Steht die Kamera auf A oder C, kann ich mit dem vorderen Drehrad verschiedene Autofokus-Felder aktivieren. Dabei lassen sich sowohl Gruppen zu 9 oder 21 Feldern zusammenfassen, alle Felder aktivieren oder nur ein einzelnes. Dann gibt es noch die 3D-Variante für Motive in denen sich etwas auf den Fotografen zubewegt oder wegbewegt und die AUTO-Einstellung. All das wird oben auf dem kleinen Display angezeigt. Einfacher geht es aber, wenn ich zuvor die INFO-Taste drücke. Denn dann sehe ich auf dem Kontrollbildschirm genau, welche Felder aktiviert sind. Ganz ehrlich: Ich finde es ja toll, wenn man eine große Auswahl hat, aber irgendwie überfordern mich die Auswahlmöglichkeiten der D600 in Bezug auf die AF-Einstellungen. Wenn ich bei jedem Motiv darüber nachdenken müsste, welche AF-Methode nun die Richtige ist, würde mir der Spaß an der Fotografie vergehen. Also bleibt es bei mir dann doch bei den beiden Varianten: 39-Punkte-Spot oder alle Felder an. Aber es gibt sicher Fotografen, die die Auswahlmöglichkeiten der Nikon zu schätzen wissen und mit einer anderen Einstellung arbeiten – Möglichkeiten gibt es ja genug. Wie auch bei der EOS 6D kann ich bei der D600 im Live-View-Modus das AF-Messfeld an eine beliebige Postition bewegen. Auch dazu später noch mehr.

 

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Mein zweiter Tag – dies und das

Heute steht Kultur auf dem Programm und die leidige Beschränkung, in vielen Museen keine Fotos schießen zu dürfen. Also bleibt nur der Weg zum Museum und der Heimweg, um die Sensoren der Kameras auf Trab zu halten. Was mir heute – bei etwas weniger Sonnenlicht – als erstes auffällt: Die Kontrollbildschirme der beiden Kameras zeigen nach einer Aufnahme des gleichen Motivs sehr unterschiedliche Ergebnisse. Ein Blick in die Einstellungen zeigt warum: Die Helligkeit beider Mini-Glotzen ist extrem unterschiedlich eingestellt und das führt zu erheblichen Differenzen. Nachdem ich die Werte ein wenig angegleichen habe, sehen die Ergebnisse schon deutlich ähnlicher aus. Später schaue ich mir die Unterschiede zwischen dem tatsächlichen Aussehen der Aufnahme auf dem Computer und der Darstellung des Kontrollbildschirms der Kamera genauer an. Je nach eingesteller Helligkeit liegen dazwischen Welten. Fotografen, die also ein zumindest halbwegs realistisches Bild auf dem Kamera-Monitor sehen möchten, sollten unbedingt vorher einen Abgleich machen. Übrigens: Bei beiden Kameras lässt sich nur die Helligkeit der Kontrollmonitore verändern, nicht die Farbe oder der Kontrast.  

Nach dem Museums-Besuch war es schon ein wenig düster. Und so kam eine schöne weisse Statue nicht so richtig zur Geltung. Jetzt spielt die Nikon einen ihrer Trümpfe aus: den eingebauten Blitz. Der hat natürlich keine große Leitzahl, aber zum Ausleuchten von nahen Motiven reicht er völlig – vor allem, wenn man die ISO-Empfindlichkeit ein wenig erhöht. Mit der Canon EOS 6D ist in solchen Situationen dunkeltuten angesagt, denn die hat keinen eigebauten Blitz. Und so sehen dann die Ergebnisse der beiden Aufnahmen aus. 

Natürlich ist es Geschmackssache, ob das rechte Bild der D600 mit Blitzunterstützung wirklich besser aussieht, als das Linke der 6D ohne Blitz. Aber: Es gibt immer wieder Situationen, in denen ich einen Aufhellblitz gerne nutze. Und genau in solchen Fällen reicht ein kleiner interner Blitz völlig aus. Bei der Canon muss ich einen extra Blitz mitnehmen – und genau das mache ich eh nicht. Schade, dass Canon an dem Blitz gespart hat, nur um damit einem vermeintlichen Profianspruch gerecht zu werden. Hätte Canon das konsequent gemacht, hätte bei der 6D auch eine intelligente Progammautomatik nichts zu suchen.

 

 

 

 

 

 

 

Alles hat ein Ende, auch der kurze Ausflug über den Jahreswechsel nach Wien. Und so geht es heute weiter mit dem Test der beiden Vollformater. Beim Sichten der Bilder ist mir eins aufgefallen, von dem ich ehrlich gesagt nicht mehr weiß, wo ich es gemacht habe. Auch meine Freundin konnte sich nicht mehr daran erinnern. Aber die Canon EOS 6D vergisst nichts. Da ich ja die GPS-Funktion eingeschaltet hatte, lässt sich der Aufnahmeort blitzschnell feststellen. Und wie geht das? Ganz einfach: Das Bild aufrufen und sich die Eigenschaften anzeigen lassen. Beim Mac geht das mit Apfel-I (Werkzeuge - Informationen einblenden). In dem kleinen Info-Kasten dann auf den Reiter "GPS" gehen. Dort werden nun die Aufnahmedaten des Bildes angezeigt. Mit einem Klick auf "Auswählen" öffnet sich Google-Maps und der Aufnahmeort wird auf der Karte mit einem grünen Pfeil angezeigt. Ist der GPS-Reiter nicht vorhanden, hast du bei der Aufnahme die GPS-Funktion nicht eingeschaltet. Noch eine Anmerkung: Offensichtlich werden die Angaben für den Breiten- und Längengrad in dem Informationskasten unter OS-X immer gerundet angezeigt. In Google-Maps erscheinen sie dann aber in voller Länge und Präzision.

Bei Flickr werden die Aufnahmekoordinaten ebenfalls eingeblendet und du kannst sie in einem Kasten anzeigen lassen. Bei Photoshop rufst du die GPS-Koordinaten über die Dateiinformationen auf. Du findest sie bei dem Reiter "Erweitert" unter dem Punkt "EXIF-Eigenschaften". Selbstverständlich können die Daten in vielen anderen Kartenprogrammen aufgerufen werden oder die Bilder integriert werden. Während meiner Tour durch Wien wurden die GPS-Daten äußerst präzise aufgezeichnet. Die Abweichungen zum tatsächlichen Standort betrugen teilweise nur kaum mehr als einen Meter. Achtung: Habt ihr die GPS-Funktion dauerhaft eingeschaltet, braucht die EOS 6D mehr Strom und der Akku ist etwas schneller leer. Also unbedingt einen Ersatzakku mitnehmen. 

 

 

 

 

 

 

 

Neben der Einzelaufzeichnung pro Bild kann ich mit der 6D auch die Route speichern. Dabei kann ich verschiedene Zeitintervalle wählen. Je kürzer das Zeitintervall, um so präziser wird die Route aufgezeichnet. Aber das kostet Akkuleistung. Denn je häufiger die Daten aufgezeichnet werden, um so kürzer ist die Akkulaufzeit. Du solltest also einen Wert wählen, der deiner Reisegeschwindigkeit angemessen ist. Schlenderst du gemütlich durch die Stadt, reicht ein Intervall von einer oder zwei Minuten. Bist du dagegen mit dem Auto auf Fototour unterwegs, können kürzere Intervalle sinnvoll sein. Nach dem Rundgang werden die aufgezeichneten Daten über den Menü-Punkt "Aufz.daten auf Karte übertr." auf die SD-Karte geschrieben. Dort findest du sie im Ordner "MISC" - "GPS" mit der Dateiendung ".LOG". Und wie bekommst du nun die Route angezeigt? Am einfachsten geht das in Google-Earth. Das Programm aufrufen und unter dem Punkt "Datei" - "Öffnen..." eine LOG-Datei von der SD-Karte aufrufen. Jetzt beim Google-Earth-Datenimport-Kasten mit OK antworten und schon wird die Karte entsprechend positioniert und die Route angezeigt. Schneller und einfacher geht's kaum. Und so sieht dann das Ergebnis aus.

Ich finde die GPS-Funktion der EOS 6D sehr praktisch. Der Funktionsumfang ist gut und die Bedienung einfach. Zudem arbeitet der GPS-Empfänger recht präzise. Klar kann man mit dem Adapter GP-1 (rund 215 €uro) die Nikon D600 nachrüsten, aber es ist eben etwas umständlicher, muss zusätzlich angestöpselt werden und kostet den entsprechenden Aufpreis. Sicher gibt es auch alternative Möglichkeiten der GPS-Aufzeichnung, wie zum Beispiel die iPhone-App gps4cam, die ich bei Kameras ohne GPS auch nutze, aber ich bleibe dabei: Ein integrierter GPS-Empfänger ist praktisch.

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Tempo, Tempo – Auslöseverzögerung und Serienbildgeschwindigkeit

Heute geht's ums Thema Tempo: Auslöseverzögerung und Serienbildgeschwindigkeit. Um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich noch ein paar Sätze zur Auslöseverzögerung sagen. Für mich ist das die Zeit, die zwischen dem Drücken des Auslösers und dem eigentlichen Foto vergeht, sprich, dem Moment, den ich später auf dem fertigen Foto sehe. Nun gibt es zahlreiche Faktoren, die diese Zeitdauer beeinflussen. Nehmen wir den einfachsten Fall: Ich blicke durch den Sucher, peile das Motiv an, drücke den Auslöser leicht, so dass die Kamera per Autofokus das Motiv scharf stellt und die Belichtung misst. Drücke ich nun den Auslöser habe ich eine extrem kurze Auslöseverzögerung. Sie liegt bei beiden Kameras deutlich unter 1/10 Sekunde … so verpasst du also garantiert kein Motiv. Die gleiche kurze Auslöseverzögerung habe ich, wenn ich auf das Motiv manuell scharfstelle und dann auslöse. Denn: In beiden Fällen müssen die Spiegelreflexkameras in diesem Moment nur noch den Spiegel hochklappen, im Objektiv wird die Blende auf den entsprechenden Wert gestellt und der Verschluss läuft ab.

Nun wird es schwieriger. Die Situation: Ich nehme den Sucher der Kamera vors Auge, peile das Motiv an und drücke den Auslöser voll durch. Die Kamera muss nun den Autofokus aktivieren, die Fokusmotoren des Objektivs müssen die Linsen positionieren und auf das Motiv scharf stellen, die Belichtung messen und den Auslösevorgang anschließend starten. Die Dauer dieses Vorgangs hängt von vielen Faktoren ab: Der Empfindlichkeit der Autofokusmessfelder, der Prozessorgeschwindigkeit der Kamera, der Geschwindigkeit der Stellmotoren im Objektiv und natürlich vom Motiv. Das zeigt: Eine allgemeingültige Aussage über die Auslöseverzögerung in dieser Situation kann ich machen. Alleine die Unterschiede der Autofokus-Geschwindigkeit einzelner Objektive sind riesig. So sind häufig Zoomobjektive, die einen großen Brennweitenbereich abdecken, eher etwas langsamer, als Festbrennweiten. Andererseits gibt es auch Festbrennweiten, die nicht zu den schnellsten Objektiven zählen. Natürlich habe ich während meiner Wien-Tour mit beiden Kameras die gleichen Motive fotografiert mit ähnlicher Brennweite aber eben unterschiedlichen Objektiven. Zusätzlich habe ich einige Tests mit den beiden Festbrennweiten-Objektiven EF 10mm f1:2.8 L IS USM und AF-S Micro Nikkor 105mm f1:2.8G ED gemacht, die relativ ähnlich sind. Mein Ergebnis: Klare Unterschiede zwischen den beiden Kameras gibt es nicht. Mal hatte ich das Gefühl, die Canon 6D sei etwas schneller, mal die Nikon D600. Einen klaren Trend oder spezielle Aufnahmesituationen, in denen die eine oder die andere Kamera Vorteile hätte, konnte ich nicht ausmachen. Beide liegen auf einem hohen Niveau und haben mich nur selten im Stich gelassen. 

Wichtig ist, beide Kameras entsprechend den Anforderungen einzustellen. Was ich damit meine? Den Autofokus-Modus auf Einzelaufnahme (Canon = ONE SHOT, Nikon = AF-S), kontinuierlich (Canon = AI SERVO, Nikon = AF-C) oder intelligent (Canon = AI FOCUS, Nikon = AF-A) zu stellen. Einzelaufnahme ist selbsterklärend. Kontinuierlich heißt, dass der Autofokus permanent arbeitet und die Schärfe so lange nachführt, wie ich den Auslöser antippe. Dieser Modus eignet sich vor allem für bewegte Motive. In der intelligenten Einstellung wählen die Kameras automatisch zwischen Einzelaufnahme und kontinuierlich. Ich würde aber empfehlen, den Autofokus je nach Motiv selbst zu wählen. Eine weitere wichtige Einstellung ist die Autofokus-Priorität. Hier kannst du zwischen Auslöse- und Schärfepriorität wählen. Was heißt das? Ist die Schärfepriorität gewählt, löst die Kamera erst aus, wenn die Schärfe zu 100 Prozent sitzt. Ist die Auslösepriorität gewählt, löst die Kamera auch aus, wenn die Schärfe noch nicht 100 Prozent stimmt. Welche Variante die Richtige ist, musst du selbst bestimmen – sprich, was dir in welcher Situation wichtiger ist. Ach ja, eingestellt werden die verschiedenen Autofokus-Modi übrigens so: Bei der Canon EOS 6D oben über dem kleinen Display die AF-Taste drücken und per Drehrad auf der Kamerarückseite die gewünschte Einstellung wählen. Alternativ die Q-Taste drücken, auf die AF-Einstellung unten links per Vierwegeschalter navigieren, OK-Taste drücken, Autofokus-Modus wählen und noch mal die OK-Taste drücken. Bei der Nikon den kleinen Knopf am AF-M-Umschalter vorne am Bajonett drücken und mit dem hinteren Wahlrad den gewünschten AF-Modus einstellen. 

Beide Kameras bieten hierfür übrigens unterschiedliche Einstellungen. Bei der Nikon kannst du in den Individualfunktionen unter dem Punkt "a Autofokus" bei "a1" und "a2" individuell einstellen, wann Auslöse- und wann Schärfepriorität verwendet werden soll. Ich persönlich würde bei AF-C (kontinuierlicher Autofokus) die Auslösepriorität aktivieren und bei AF-S (einzelner Autofokus) die Schärfepriorität wählen.
 
 
 
 
Bei der Canon kannst du für die Einzelaufnahme (ONE SHOT) keine Einstellungen machen, da löst die Kamera immer erst aus, wenn der Autofokus die Schärfe getroffen hat. Für den kontinuierlichen Autofokus (AI SERVO) kannst du in den Individualeinstellungen unter dem Punkt "C. Fn II: Autofokus" unter den Punkten 1 bis 4 diverse Einstellungen vornehmen, um den Autofokus für deine Anforderungen zu optimieren.
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

Und jetzt flott, flott an die Serienbildfunktion. Vollformatkameras sind sicher keine Sprinter, dazu müssen zu viele Daten bewegt werden und ein bisschen Mechanik gibt es ja auch noch. Auf dem Papier sind zwischen den Kameras keine wesentlichen Unterschiede. Die Canon soll in der höchsten Geschwindigkeit 4,5 Bilder pro Sekunde machen, die D600 soll mit 5,5 Bildern pro Sekunde etwas flotter sein. Und was soll ich sagen: Im Test haben beide Kameras genau dieses Tempo erreicht. Einen Unterschied gibt's allerdings - während die Nikon bei JPEG-Speicherung nach rund 25 Bildern langsamer wird, ist die Canon nicht zu bremsen, die rattert ohne Ende. Laut Datenblatt soll angeblich nach 1250 Bildern Schluss sein – ganz ehrlich, so viel Geduld hatte ich nicht. Wählt man statt JPEG den RAW-Modus bleibt die Geschwindigkeit beider Kameras gleich. Allerdings ist bei der 6D dann nach 17 Bildern Schluss mit dem Sprint und die D600 beendet ihn nach 15 Bildern. Die Serienbildgeschwindigkeit wird bei der Canon per Druck auf die DRIVE-Taste am oberen Display und Dreh am Wahlrad eingestellt – oder eben wieder über die Q-Taste. Bei der Nikon wird das Tempo am Drehrad unter dem Programmwahlrad auf der linken Kameraoberseite eingestellt. Ich finde das ein wenig fummelig, da das Drehrad mit einem winzigen Knopf gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert ist, der mit großen Fingern nur recht schwer zu drücken ist.

Die Canon EOS 6D hat noch einen sogenannten Silent-Modus, sprich Leise-Modus (Bildschirmmenü links). Im Vergleich ist die Lämbelastung tatsächlich etwas geringer in diesem Modus, ebenso die Geschwindigkeit. Die Canon arbeitet dann mit rund 2,5 Bildern pro Sekunde. Die Nikon hat zwar keinen Silent-Modus, aber auch eine niedrigere Serienbildgschwindigkeit, und die kannst du sogar zwischen einem Bild pro Sekunde und fünf Bildern pro Sekunde einstellen (Bildschirmmenü rechts). 

Soviel zum Thema Tempo der beiden Pixel-Boliden. Ich finde, die Leistungen können sich sehen lassen und Grund zur Kritik gibt es nicht. 

 

 

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Spezielle Funktionen der Kameras – Wasserwaage, WLAN & Co.

Heute habe ich mich mit den speziellen Funktionen der Kameras beschäftigt. Gleich mal vorweg: Beide Kameras bieten eine Unmenge an Einstellungen. Alleine die Liste der Individualfunktionen der Nikon hat 50 Positionen – viele davon noch mit zusätzlichen Unterpunkten. Etwas besser sieht es bei der Canon aus: Da haben die Individualeinstellungen gerade mal 20 Punkte. Für Fotografen, die keine Lust haben, sich mit der Kamera zu beschäftigen, sind die beiden Vollformater daher sicher nicht die beste Wahl. Klar, kannst du die auch einfach auf die grüne Vollautomatik stellen und losknipsen. Nur dann holst du nicht das Bestmögliche aus den Kameras. Das betrifft nicht nur die qualitativen Einstellungen, sondern auch die Belegung der Knöpfe und Drehräder. Erst wenn du all' das aus dem Effeff beherrschst, macht die Fotografiererei mit den Beiden richtig Spaß. Sprich: Mit den beiden Kameras sollte man permanent fotografieren. Es ist keine gute Idee, die Kamera ein paar Monate liegenzulassen und dann wieder im Urlaub zu aktivieren. Das sorgt für Frust, denn du musst dich dann jedesmal auf's Neue einarbeiten.

Jetzt aber zu ein paar interessanten Funktionen. Beide Kameras sind mit einer elektronischen Wasserwaage ausgestattet. Kleiner Unterschied zwischen der Canon und der Nikon: Die Nikon (rechtes Bild) hat eine 3D-, die Canon (linkes Bild) lediglich eine 2D-Wasserwaage. Bei beiden Kameras lassen sie sich nicht in den Sucher einspiegeln, sondern lediglich im Live-View-Modus aktivieren. Der wird bei der Canon durch Drücken der START/STOP-Taste rechts oberhalb des Kontrollmonitors eingeschaltet, bei der Nikon durch einen Druck auf die Lv-Taste rechts neben dem Display. Bei beiden Kameras kann dabei übrigens zwischen Foto- und Videoaufnahme umgeschaltet werden. Ist der Live View eingeschaltet, bekommt man die Wasserwaagen durch mehrfaches Drücken der Info-Taste ins Bild. Tipp: Bei der Canon muss die Wasserwaage im Menü erst aktiviert sein, damit sie angezeigt wird. Dazu rufst du das Hauptmenü auf, gehst in Punkt drei des Setup-Menüs (Schraubenschlüssel) und dort auf "INFO-Taste Anzeigeoptionen". Dort aktivierst du den Punkt "Elektronische Wasserwaage" – fertig.

Und noch ein Tipp: Ist der Live-View-Modus nicht eingeschaltet, kann die Wasserwaage dennoch aktiviert werden. Mit ein bisschen Übung kannst du durch den Sucher blicken und dabei den Kontrollmonitor mit einem halben Auge im Blick behalten. Da die waagerechte Position der Kamera farbig angezeigt wird, kannst du das halbwegs gut erkennen. Bei der Canon schaltest du die Wasserwaage wieder ganz einfach durch mehrfachen Druck der INFO-Taste ein. Bei der Nikon ist das leider etwas aufwändiger: Menu aufrufen, in den Punkt System navigieren (Schraubenschlüssel) und dort bis zum Punkt "Virtueller Horizont" klicken und dann die OK-Taste drücken – schon erscheint der Horizont.

Und noch ein Trick für die Canon und Nikon: Die 3D- beziehungsweise 2D-Wasserwaage lässt sich zwar nicht in den Sucher einspiegeln, aber zumindest eine vereinfachte 2D-Wasserwaage aufrufen. Dazu muss bei beiden Kameras eine der Tasten im Menü zunächst mit dieser Funktion belegt werden. Bei der Nikon wird dazu wird das Menü aufgerufen, dann ab in die "INDIVIDUALFUNKTIONEN", dort auf "f Bedienelemente" und nun eine Taste auswählen, beispielsweise die "f3 Abblendtaste". Nun mit OK bestätigen und aus der Liste den Punkt "Virtueller Horizont im Sucher" mit OK wählen – fertig! Blickst du nun durch den Sucher und drückst die Abblendtaste – das ist die etwas Verstecke zwischen Handgriff und Objektiv – erscheinen Balken im unteren Rand des Suchers. Ist die Kamera waagerecht ausgerichtet, ist nur der mittlere Strich unter der Null zu sehen. 

Bei der Canon rufst du das Menü auf, gehst in die Custom-Funktionen auf den Punkt "C. FN III: Operation/Weiteres", nun auf den Punkt 5 und drückst OK. Jetzt kannst du eine der Tasten wählen auf den du den Horizont legen möchtest, beispielsweise wieder die Abblendtaste, das ist die Vierte von oben in der linken Reihe. Nun wieder die OK-Taste drücken und mit dem Wahlrad den rechten Punkt in der oberen Reihe wählen "Sucher elektron. Wasserwaage" und mit OK bestätigen. Nun raus aus dem Menü – am schnellsten geht das übrigens durch kurzes Antippen des Auslösers. Schaust du jetzt durch den Sucher und drückst die Abblendtaste – von hinten gesehen rechts unten am Bajonett – erscheinen, wie bei der Nikon, unten im Sucher mehrere Balken. Ist davon nur einer zu sehen, ist die Kamera waagrecht.

Eine gern genutzte Funktion ist das Bracketing. Dabei macht die Kamera mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung. Natürlich haben beide Kameras diese Option. Bei der Nikon kannst du zunächst wählen, für welche Aufnahmeart das Bracketing aktiviert werden soll. Dazu rufst du das Menü auf, gehst auf die Individualfunktion "e Belichtungsreihen & Blitz" und dort auf den Punkt "e6 Autom. Belichtungsreihen". Hier kannst du nun auswählen, welche Funktion beim Brackting genutzt werden soll. Üblicherweise ist das Punkt zwei "AE Nur Belichtung". Nun verlässt du das Menü und aktivierst die eigentliche Bracketing-Funktion. Das geht mit der "BKT-Taste", die sich – von hinten gesehen – vorne links unterhalb des Blitz-Knopfes befindet. Drückst du die, kannst du mit dem vorderen Wahlrad die Belichtungsdifferenz von 0,3 bis 3 Belichtungsstufen einstellen und mit dem hinteren die Reihenfolge.  Hier kannst du zwischen drei Aufnahmen (eine hoch, eine runter, eine normal) oder zwei Aufnahmen (entweder normal, eine runter oder normal, eine hoch) wählen. Tipp: Vorher die Info-Taste drücken, dann erscheint das Einstellmenü auf dem Kontrollbildschirm – sonst nur auf dem kleinen oberen Display. Je nachdem, welchen Aufnahmemodus du gewählt hast – Einzelaufnahme, Serie langsam oder schnell – musst du nun entsprechend häufig auslösen oder die Kamera macht automatisch die entsprechende Zahl Aufnahmen. Ausgeschaltet wird die Funktion, indem du die BKT-Taste erneut drückst und das hintere Rad drehst, bis OF im Anzeigefeld erscheint.

Bei der Canon aktivierst du die Bracketing-Funktion am einfachsten über das Quick-Menü. Dazu wird die Q-Taste gedrückt. Nun navigierst du auf den Belichtungskorrektur-Balken und drückst die OK-Taste. Mit dem kleinen Drehrad am Auslöser stellst du nun die Bracketing-Funktion ein. Je nachdem, wie weit du drehst, ist der Belichtungsunterschied zwischen den einzelnen Aufnahmen – das wird durch die Balken angezeigt. Mit einem Dreh am großen Rad kannst du zusätzlich eine Belichtungskorrektur aktivieren. Wie bei der Nikon macht die Canon dann je nach Aufnahmemodus drei Aufnahmen in Serie oder du musst bei Einzelaufnahme den Auslöser drei mal drücken, um die Serie abzuschließen. 

Im Individualmenü kannst du zusätzlich einstellen, in welcher Reihenfolge die Aufnahmen gemacht werden sollen und wieviele Aufnahmen gemacht werden sollen: 2, 3, 5 oder 7. Ausgeschaltet wird die Bracketing-Funktion wieder im Quick-Menü durch zurückdrehen des vorderen und hinteren Drehrades.
 
 
 
 
 
Bevor ich die WLAN-Funktionen der EOS 6D beschreibe, noch zwei klasse Einstellungen die nur die Nikon hat: Intervallaufnahme und Zeitrafferaufnahme. Bei der Intervallaufnahme macht die Kamera entweder ab sofort oder ab einer bestimmten Uhrzeit in einem festgelegten Abstand bis zu zehn Aufnahmen und das beliebig oft – ok, nicht ganz beliebig, sondern maximal 999 mal. Sprich, es können maximal 999 x9 = 8991 Fotos geschossen werden. Alternativ dazu gibt es die Zeitrafferaufnahme im Videoformat. Hierbei kannst du festlegen, in welchem Abstand ein Bild gemacht werden soll und für wie lange. Ein Beispiel: Du kannst alle 5 Sekunden ein Bild machen und das für 2 Stunden. Bei einer Videoeinstellung von 30p (Bildwiederholfrequenz 30 Bilder pro Sekunde) würdest du mit dieser Einstellung ein Video von 48 Sekunden bekommen: 12 Bilder pro Minute * 120 Minuten = 1440 Bilder / 30 Bilder/Sekunde = 48 Sekunden. Die Nikon zeigt das im Kontrollbildschirm auch an. 
 
 

Die Canon hat ein WLAN-Modul serienmäßig an Bord – wie eben auch den schon beschriebenen GPS-Empfänger. Nun stellt sich die Frage, welche Funktionen sich per WLAN ausführen lassen - aktiviert wird die WLAN-Funktion im Set-up-Menü 3 (Schraubenschlüssel). Rufst du nun die WLAN-Funktion auf, so stehen sechs Optionen zur Wahl: Bilder zwischen Kameras übertragen, die Kamera mit dem Smartphone verbinden, die Kamera vom PC aus fernsteuern, über WLAN drucken, hochladen von Bildern zu einem Webservice und Bilder auf DLNA-Geräten wiedergeben, beispielsweise entsprechenden Fernsehern. Möchtest du eine der letzten vier Optionen nutzen, musst du die 6D zunächst mit dem heimischen WLAN-Netz verbinden. Das geht recht flott und hat bei mir ohne Probleme geklappt. Einfach alle verfügbaren WLAN-Netze anzeigen lassen, dann das Gewünschte wählen, Schlüssel eingeben und fertig. Ein Tipp: Um in dem Bildschirm in dem die verfügbaren WLAN-Netze angezeigt werden, das Gewünschte wählen zu können, musst du einmal die OK-Taste drücken. Ist die 6D mit dem heimischen Netz verbunden, kannst du beispielsweise mit einem entsprechenden Fernseher – bei mir einem Samsung – die DLNA-Funktion aufrufen und schon wird die 6D im Auswahlmenü angezeigt. Sekunden später werden die Bilder der Speicherkarte auf dem Fernseher angezeigt – perfekt. Vorwärts und rückwärts blättern geht natürlich auch. Genauso gut funktioniert die Verbindung mit dem Drucker. Entweder geht der Umweg übers heimische WLAN-Netz oder du verbindest den Drucker direkt mit der 6D. Noch einfacher geht die Verbindung zwischen zwei Kameras. Ruck-zuck sind die beiden Knipsen miteinander verbunden und Bilder lassen sich hin- und herschicken.

Um die Canon mit einem Smartphone oder Tablet-PC zu verbinden, muss ich zunächst die entsprechende App herunterladen. Im Apple-App-Store musst du einfach die kostenlose "EOS Remote" suchen und installieren. Anschließend die entsprechende Funktion im 6D-Kamera-Menü aufrufen und in die Einstellungen gehen. Nun auf dem Smartphone das WLAN-Netz der 6D suchen und den Verbindungsschlüssel eingeben. Der wird auf dem Kontrollbildschirm der Kamera angezeigt. Hat das geklappt, sind Kamera und Smartphone oder Tablet miteinander verbunden. Nun die EOS-Remote-App aufrufen. Dort sollte nun angezeigt werden, dass das Smartphone mit der 6D verbunden ist. Mit der Wahl des Punktes "Kamerabildanzeige" werden dir die Aufnahmen angezeigt, die du mit der 6D gemacht hast. Die lassen sich nun auf's Smartphone kopieren. Das Ganze hat allerdings einen gravierenden Haken: Die maximale Auflösung beträgt 1920 x 1280 Bildpunkte (Full-HD-Auflösung). In voller Auflösung oder zumindest in einer besseren, bekomme ich die Bilder nicht aufs iPad. Schade, denn die Bildbearbeitungsmöglichkeiten des iPad mit entsprechenden Apps sind gar nicht so schlecht und sind für unterwegs oft ausreichend. Außerdem würde ich gerne die Qualität meiner Aufnahmen in voller Auflösung kontrollieren können. Schade, aber vielleicht bessert Canon ja mit der nächsten Firmware nach. Neben der Bildanzeige kann ich das Smartphone als Fernbedienung nutzen, allerdings ist der Funktionsumfang recht eingeschränkt: Lediglich ISO-Empfindlichkeit und Belichtungskorrektur kann ich in der Programmautomatik einstellen. Bei Blenden- und Zeitautomatik lassen sich die jeweiligen Werte einstellen, bei manueller Belichtung Blende und Belichtungszeit. Zwischen den Belichtungsprogrammen selbst kann ich jedoch nicht vom Smartphone aus umschalten. Aber immerhin lässt sich Live-View aktivieren und das Bild sehe ich auf dem Smartphone. Für eine Selbstauslöser-Aufnahme reicht das – mehr aber auch nicht. Nach der Aufnahme wird das Foto auf's Smartphone übertragen, aber eben nur in der HD-Auflösung. Insgesamt sind die Möglichkeiten des WLAN-Moduls in der 6D ganz nett und bieten einige Möglichkeiten – mehr wäre allerdings möglich, und ich würde mir wünschen, dass Canon hier mit den nächsten Firmeware-Updates den Funktionsumfang vergrößert.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Screenshot in hoher Auflösung gezeigt. 

  • Canon EOS 6D (1) iPad KameraverbindungCanon EOS 6D (1) iPad KameraverbindungCanon EOS 6D (1) iPad Kameraverbindung
  • Canon EOS 6D (2) iPad StartbildschirmCanon EOS 6D (2) iPad StartbildschirmCanon EOS 6D (2) iPad Startbildschirm
  • Canon EOS 6D (3) iPad Bilder auf KameraCanon EOS 6D (3) iPad Bilder auf KameraCanon EOS 6D (3) iPad Bilder auf Kamera
  • Canon EOS 6D (4) iPad EmailCanon EOS 6D (4) iPad EmailCanon EOS 6D (4) iPad Email
  • Canon EOS 6D (5) iPad Aufnahme-EinstellungenCanon EOS 6D (5) iPad Aufnahme-EinstellungenCanon EOS 6D (5) iPad Aufnahme-Einstellungen
  • Canon EOS 6D (6) iPad AufnahmeCanon EOS 6D (6) iPad AufnahmeCanon EOS 6D (6) iPad Aufnahme
  • Canon EOS 6D (7) iPad Aufnahme-InfosCanon EOS 6D (7) iPad Aufnahme-InfosCanon EOS 6D (7) iPad Aufnahme-Infos
  • Canon EOS 6D (8) iPad Aufnahme ZoomCanon EOS 6D (8) iPad Aufnahme ZoomCanon EOS 6D (8) iPad Aufnahme Zoom

 

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Die Königsdisziplin: Die Bildqualität

Jetzt geht's an die Bildqualität. Bevor ich die Aufnahmen der beiden Kameras gegenüberstelle, ein paar generelle Worte zur Beurteilung der Bildqualität. Ich möchte das mal mit der Beurteilung der Fahrqualität eines Autos vergleichen. Die setzt sich aus zahlreichen Faktoren zusammen: Da ist der Motor, die Lenkung, die Federung, die Sitze, der Rundumblick – um nur ein paar der wichtigsten zu nennen. Nun sind das sowohl messbare Faktoren – Leistung des Motors, Beschleunigung – als auch subjektive Faktoren – Federung, Sitzposition. Und so wird praktisch jeder Fahrer die Qualität eines Autos anders bewerten. Nicht nur, dass jeder andere Erfahrungen hat, jeder hat auch ganz bestimmte Präferenzen. Dem einen ist ein kraftvoller Motor wichtig, dafür nimmt er eine etwas schlechtere Rundumsicht in Kauf. Dem anderen ist eine möglichst bequeme Sitzposition wichtig, dafür nimmt er eine etwas geringere Höchstgeschwindigkeit in Kauf. Zusätzlich lasse sich viele Faktoren, die die Fahrqualität beeinflussen, nachträglichlich durch Tuning verbessern. Und genau so ist es bei der Beurteilung der Bildqualität. Auch hier spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle, von denen einige messbar sind, andere subjektiv. Viele dieser Faktoren lassen sich durch gezielte Eingriffe verändern. Ein wichtiger Faktor bei Spiegelreflex- und Systemkameras ist das Objektiv. Es bestimmt maßgeblich die Bildqualität. Zusätzlich lassen sich die Aufnahmen mit professionellen Bildbearbeitungsprogrammen (Photoshop, Lightroom) nachträglich tunen. Dabei sind die Möglichkeiten durch zusätzliche Programme und Plugins schier unerschöpflich.

Und warum schreibe ich all das nun? Ganz einfach. Wenn ich hier die Qualität der Aufnahmen gegenüberstelle, gehe ich auf bestimmte Merkmale ein und beschreibe die Unterschiede. Hierbei geht es vor allem um die Detailauflösung, die Farbwiedergabe sowie Bildstörungen (Rauschen). Dazu kommen Punkte, wie der Kontrast und der Bildeindruck insgesamt. Hierbei ist zu beachten, dass ich – wie hier im Test – mit einer bestimmten Kamera-Objektiv-Kombination arbeite, die ich angebe. Außerdem sind die Bilder Out-of-the-Camera, sprich in keiner Weise nachbearbeitet. Es sind JPEG-Aufnahmen in höchster Auflösung und feinster Speicherung. Eine Gegenüberstellung von RAW-Aufnahmen ist hier nicht möglich, da RAW-Dateien nicht angezeigt werden können und daher vorher wieder in JPEG umgewandelt werden müssten. All das ist bei meiner Beurteilung zu berücksichtigen. Jeder muss dann für sich entscheiden, wie wichtig ihm die einzelnen Faktoren sind. So akzeptiert der eine ein leichtes Rauschen in dunklen Bildpassagen eher, als den Verlust von Details. Einem anderen ist das Rauschen bei höheren ISO-Einstellungen gänzlich unwichtig, da er sowie nur mit Low-ISO-Werten arbeitet. Ein anderer bearbeitet alle Bilder sowie professionell nach und weiß, wie er bestimmte Fehler ausmerzen kann. Sprich: Meine Qualitätseinschätzung gibt ein Richtung vor, kann aber nie das gesamte Leistungsspektrum der Kameras erfassen. So wie es nicht das beste Auto gibt, gibt es auch nicht die beste Kamera.

Aber nun genug der Vorworte. Hier nun die erste Vergleichsserie. Die Aufnahmen sind bei der Canon mit dem EF 100mm f2.8 L IS USM (799 Euro) und bei der Nikon mit dem AF-S Micro Nikkor 105mm f2.8G ED (749 Euro) gemacht worden. Beide Festbrennweiten liegen qualitativ auf einem sehr hohen Niveau. So lange es die Beleuchtung zugelassen hat, habe ich mit Blende f5.6 gearbeitet und dann langsam gesteigert. Die Aufnahmedaten stehen in der Bildunterschrift. Die ISO-Empfindlichkeit habe ich von ISO 100 bis 51200 bei der Canon und von ISO 100 bis ISO 25600 bei der Nikon gesteigert. 

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 800 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 bis ISO 51200 beziehungsweise ISO 25600

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten
  • Canon EOS 6D (01) ISO 100 f5.6 1-100 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (01) ISO 100 f5.6 1-100 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (01) ISO 100 f5.6 1-100 EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (02) ISO 200 f5.6 1-200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (02) ISO 200 f5.6 1-200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (02) ISO 200 f5.6 1-200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (03) ISO 400 f5.6 1-400 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (03) ISO 400 f5.6 1-400 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (03) ISO 400 f5.6 1-400 EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (04) ISO 800 f5.6 1-800 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (04) ISO 800 f5.6 1-800 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (04) ISO 800 f5.6 1-800 EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (05) ISO 1600 f5.6 1-1600 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (05) ISO 1600 f5.6 1-1600 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (05) ISO 1600 f5.6 1-1600 EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (06) ISO 3200 f5.6 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (06) ISO 3200 f5.6 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (06) ISO 3200 f5.6 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (07) ISO 6400 f8 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (07) ISO 6400 f8 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (07) ISO 6400 f8 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (08) ISO 12800 f11 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (08) ISO 12800 f11 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (08) ISO 12800 f11 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (09) ISO 25600 f16 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (09) ISO 25600 f16 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (09) ISO 25600 f16 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (10) ISO 51200 f22 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (10) ISO 51200 f22 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (10) ISO 51200 f22 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Nikon D600 (1) ISO 100 F5.6 1-100s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (1) ISO 100 F5.6 1-100s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (1) ISO 100 F5.6 1-100s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (2) ISO 200 F5.6 1-200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (2) ISO 200 F5.6 1-200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (2) ISO 200 F5.6 1-200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (3) ISO 400 F5.6 1-400s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (3) ISO 400 F5.6 1-400s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (3) ISO 400 F5.6 1-400s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (4) ISO 800 F5.6 1-800s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (4) ISO 800 F5.6 1-800s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (4) ISO 800 F5.6 1-800s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (5) ISO 1600 F5.6 1-1600s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (5) ISO 1600 F5.6 1-1600s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (5) ISO 1600 F5.6 1-1600s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (6) ISO 3200 F5.6 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (6) ISO 3200 F5.6 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (6) ISO 3200 F5.6 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (7) ISO 6400 F8 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (7) ISO 6400 F8 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (7) ISO 6400 F8 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (8) ISO 12800 F11 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (8) ISO 12800 F11 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (8) ISO 12800 F11 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (9) ISO 25600 F16 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (9) ISO 25600 F16 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800Nikon D600 (9) ISO 25600 F16 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800
 

In der Vollansicht der Aufnahmen sind praktisch keine Unterschiede zu sehen – außer einer leicht unterschiedlichen Farbwiedergabe. Erst bei ISO 12800 sind hier leichte Bildstörungen zu erkennen. Mehr Aufschluss bringt die Detailansicht. Hier habe ich aus den Originalaufnahmen jeweils einen Ausschnitt von 1200 x 800 Bildpunkten genommen. Da die Canon EOS 6D eine etwas geringere Auflösung hat, ist der sichtbare Ausschnitt minimal größer – hat aber dennoch die gleiche Bildpunktezahl. Ich habe in diesem Fall diesen Weg gewählt, da ich so keine der Aufnahmen per Software skalieren musste, sondern im Original belassen konnte.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder haben eine Größe von 1200 x 800 Pixel und sind aus dem Original ausgeschnitten. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 bis ISO 51200 beziehungsweise ISO 25600

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten
  • Canon EOS 6D (01) ISO 100 f5.6 1-100 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (01) ISO 100 f5.6 1-100 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (01) ISO 100 f5.6 1-100 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (02) ISO 200 f5.6 1-200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (02) ISO 200 f5.6 1-200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (02) ISO 200 f5.6 1-200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (03) ISO 400 f5.6 1-400 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (03) ISO 400 f5.6 1-400 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (03) ISO 400 f5.6 1-400 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (04) ISO 800 f5.6 1-800 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (04) ISO 800 f5.6 1-800 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (04) ISO 800 f5.6 1-800 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (05) ISO 1600 f5.6 1-1600 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (05) ISO 1600 f5.6 1-1600 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (05) ISO 1600 f5.6 1-1600 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (06) ISO 3200 f5.6 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (06) ISO 3200 f5.6 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (06) ISO 3200 f5.6 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (07) ISO 6400 f8 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (07) ISO 6400 f8 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (07) ISO 6400 f8 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (08) ISO 12800 f11 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (08) ISO 12800 f11 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (08) ISO 12800 f11 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (09) ISO 25600 f16 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (09) ISO 25600 f16 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (09) ISO 25600 f16 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (10) ISO 51200 f22 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (10) ISO 51200 f22 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (10) ISO 51200 f22 1-3200 EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Nikon D600 (1) ISO 100 F5.6 1-100s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (1) ISO 100 F5.6 1-100s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (1) ISO 100 F5.6 1-100s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 Detail
  • Nikon D600 (2) ISO 200 F5.6 1-200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (2) ISO 200 F5.6 1-200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (2) ISO 200 F5.6 1-200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 Detail
  • Nikon D600 (3) ISO 400 F5.6 1-400s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (3) ISO 400 F5.6 1-400s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (3) ISO 400 F5.6 1-400s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 Detail
  • Nikon D600 (4) ISO 800 F5.6 1-800s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (4) ISO 800 F5.6 1-800s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (4) ISO 800 F5.6 1-800s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 Detail
  • Nikon D600 (5) ISO 1600 F5.6 1-1600s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (5) ISO 1600 F5.6 1-1600s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (5) ISO 1600 F5.6 1-1600s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 Detail
  • Nikon D600 (6) ISO 3200 F5.6 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (6) ISO 3200 F5.6 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (6) ISO 3200 F5.6 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 Detail
  • Nikon D600 (7) ISO 6400 F8 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (7) ISO 6400 F8 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (7) ISO 6400 F8 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 Detail
  • Nikon D600 (8) ISO 12800 F11 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (8) ISO 12800 F11 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (8) ISO 12800 F11 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 Detail
  • Nikon D600 (9) ISO 25600 F16 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (9) ISO 25600 F16 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (9) ISO 25600 F16 1-3200s AF-S VR 105mm 1-2.8G ED 1200 x 800 Detail
 

Jetzt werden die Unterschiede schon etwas deutlicher. In der niedrigsten ISO-Stufe ISO 100 fallen die Unterschiede noch sehr gering aus. Die Nikon schein mit minimal mehr detailreicher zu sein. Die feinen Äste scheinen einen Hauch präziser wiedergegeben zu sein. Dafür ist die Aufnahme der 6D etwas knackiger, sprich zeigt den etwas höheren Kontrast. Zu erkennen ist das an der goldenen Schrift über der Türe. Außerdem gibt die 6D helle Farbtöne minimal detaillierter wieder. Bei den Mauersteinen ist das an den Fugen zu erkennen. Bei der Querreihe unter dem Fenster sind da bei der Canon noch gerade die Fugen zu erkennen, bei der Nikon verschwimmen die mit den Steinen. Bis ISO 800 ändert sich daran nicht viel. Mir fällt allerdings auf, dass die Aufnahmen der Canon etwas schärfer und brillanter wirken. Möchte man die Bilder nicht mehr nachbearbeiten, ist das gut, möchte man sie nachberarbeiten, hat man mit den Fotos der Nikon D600 mehr Möglichkeiten. Bei ISO 1600 werden die ersten Bildstörungen (Rauschen) sichtbar. Wobei die bei der Nikon in den dunkelgrünen Passagen etwas stärker ausfallen, als bei der Canon. Bei ISO 3200 nehmen die Störungen noch leicht zu. Nun zeigt die Canon in den hellen Flächen ein minimales Farbrauschen – sprich in der eigentlich weißen Fläche tauchen farbige Bildstörungen auf. Dieser Effekt nimmt bei ISO 6400 zu. Zu erkennen ist das in den dreickigen Ziegelfächen oben rechts. Es sieht so aus, als scheine Farbe unter dem weißen Anstrich durch. Bei Aufnahme mit ISO 100 ist jedoch zu erkennen, das dem nicht so ist. Die Nikon D600 hält sich da mehr zurück. Dafür legt sie in den dunklen Passagen zu und zeigt dort mehr Bildstörungen. Noch haben diese Störungen nur geringen Einfluß auf die Detailwiedergabe. Feine Zweige, Schrift und andere Details sind bei beiden Kamers noch gut zu erkennen. Bei ISO 12800 nimmt das Rauschen noch etwas zu, wobei nun bei der Nikon in den dunklen Passagen auch ein Farbrauschen zu sehen ist. Zu sehen in den dunklen Ecken der grünen Rauten auf der Eingangstür. Hier sind nun farbige Störungen zu sehen. Bei ISO 25600 liegen beide Kameras auf ähnlichem Niveau, wobei mir das Rauschen der Nikon D600 etwas gröber erscheint. Feine Details gehen bei beiden Aufnahmen nun verloren – zu erkennen an den feinen Ästen. Die Canon legt mit ISO 51200 noch eine Schippe drauf – mit entsprechend höherem Rauschen und weniger Details.

Insgesamt liegen beide Aufnahmen auf einem sehr hohen Niveau. Sowohl was die Wiedergabe der Details als auch das Rauschverhalten anbelangt. Gravierende Unterschiede zwischen den beiden Kameras gibt es bei diesen Aufnahmen nicht. Also auf zur nächsten Runde: Aufnahmen in der Dämmerung.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 800 Pixel heruntergerechnet. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 bis ISO 51200 beziehungsweise ISO 25600

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten
  • Canon EOS 6D (01) ISO 100 f5.6 1-5s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (01) ISO 100 f5.6 1-5s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (01) ISO 100 f5.6 1-5s EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (02) ISO 200 f5.6 1-10s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (02) ISO 200 f5.6 1-10s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (02) ISO 200 f5.6 1-10s EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (03) ISO 400 f5.6 1-20s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (03) ISO 400 f5.6 1-20s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (03) ISO 400 f5.6 1-20s EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (04) ISO 800 f5.6 1-40s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (04) ISO 800 f5.6 1-40s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (04) ISO 800 f5.6 1-40s EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (05) ISO 1600 f5.6 1-80s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (05) ISO 1600 f5.6 1-80s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (05) ISO 1600 f5.6 1-80s EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (06) ISO 3200 f5.6 1-125s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (06) ISO 3200 f5.6 1-125s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (06) ISO 3200 f5.6 1-125s EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (07) ISO 6400 f5.6 1-250s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (07) ISO 6400 f5.6 1-250s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (07) ISO 6400 f5.6 1-250s EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (08) ISO 8000 f5.6 1-400s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (08) ISO 8000 f5.6 1-400s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (08) ISO 8000 f5.6 1-400s EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (09) ISO 10000 f5.6 1-500s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (09) ISO 10000 f5.6 1-500s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (09) ISO 10000 f5.6 1-500s EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (10) ISO 12800 f5.6 1-640s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (10) ISO 12800 f5.6 1-640s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (10) ISO 12800 f5.6 1-640s EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (11) ISO 20000 f5.6 1-800s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (11) ISO 20000 f5.6 1-800s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (11) ISO 20000 f5.6 1-800s EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (12) ISO 25600 f5.6 1-1000s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (12) ISO 25600 f5.6 1-1000s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (12) ISO 25600 f5.6 1-1000s EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Canon EOS 6D (13) ISO 51200 f5.6 1-2000s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (13) ISO 51200 f5.6 1-2000s EF 100mm f2.8L 1200 x 800Canon EOS 6D (13) ISO 51200 f5.6 1-2000s EF 100mm f2.8L 1200 x 800
  • Nikon D600 (01) ISO 50 f5.6 1-3s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (01) ISO 50 f5.6 1-3s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (01) ISO 50 f5.6 1-3s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (02) ISO 100 f5.6 1-6s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (02) ISO 100 f5.6 1-6s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (02) ISO 100 f5.6 1-6s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (03) ISO 200 f5.6 1-13s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (03) ISO 200 f5.6 1-13s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (03) ISO 200 f5.6 1-13s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (04) ISO 400 f5.6 1-25s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (04) ISO 400 f5.6 1-25s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (04) ISO 400 f5.6 1-25s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (05) ISO 800 f5.6 1-50s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (05) ISO 800 f5.6 1-50s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (05) ISO 800 f5.6 1-50s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (06) ISO 1600 f5.6 1-100s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (06) ISO 1600 f5.6 1-100s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (06) ISO 1600 f5.6 1-100s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (07) ISO 3200 f5.6 1-200s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (07) ISO 3200 f5.6 1-200s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (07) ISO 3200 f5.6 1-200s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (08) ISO 6400 f5.6 1-400s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (08) ISO 6400 f5.6 1-400s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (08) ISO 6400 f5.6 1-400s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (09) ISO 12800 f5.6 1-800s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (09) ISO 12800 f5.6 1-800s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (09) ISO 12800 f5.6 1-800s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800
  • Nikon D600 (10) ISO 25600 f5.6 1-1600s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (10) ISO 25600 f5.6 1-1600s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800Nikon D600 (10) ISO 25600 f5.6 1-1600s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800
 

Auch hier sind in der Vollansicht der Aufnahmen kaum Unterschiede zu sehen. Erst bei ISO 12800 sind wieder leichte Bildstörungen zu erkennen. Mehr Aufschluss bringt die Detailansicht. Wieder habe ich aus den Originalaufnahmen jeweils einen Ausschnitt von 1200 x 800 Bildpunkten genommen. Da die Canon EOS 6D eine etwas geringere Auflösung hat, ist der sichtbare Ausschnitt minimal größer – hat aber dennoch die gleiche Bildpunktezahl. Ich habe in diesem Fall diesen Weg gewählt, da ich so keine der Aufnahmen per Software skalieren musste, sondern im Original belassen konnte.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. Die Bilder haben eine Größe von 1200 x 800 Pixel und sind aus dem Original ausgeschnitten. Die ISO-Empfindlichkeiten stehen in der Bildunterschrift und gehen von ISO 100 bis ISO 51200 beziehungsweise ISO 25600

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten
  • Canon EOS 6D (01) ISO 100 f5.6 1-5s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (01) ISO 100 f5.6 1-5s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (01) ISO 100 f5.6 1-5s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (02) ISO 200 f5.6 1-10s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (02) ISO 200 f5.6 1-10s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (02) ISO 200 f5.6 1-10s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (03) ISO 400 f5.6 1-20s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (03) ISO 400 f5.6 1-20s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (03) ISO 400 f5.6 1-20s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (04) ISO 800 f5.6 1-40s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (04) ISO 800 f5.6 1-40s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (04) ISO 800 f5.6 1-40s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (05) ISO 1600 f5.6 1-80s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (05) ISO 1600 f5.6 1-80s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (05) ISO 1600 f5.6 1-80s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (06) ISO 3200 f5.6 1-125s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (06) ISO 3200 f5.6 1-125s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (06) ISO 3200 f5.6 1-125s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (07) ISO 6400 f5.6 1-250s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (07) ISO 6400 f5.6 1-250s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (07) ISO 6400 f5.6 1-250s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (08) ISO 8000 f5.6 1-400s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (08) ISO 8000 f5.6 1-400s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (08) ISO 8000 f5.6 1-400s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (09) ISO 10000 f5.6 1-500s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (09) ISO 10000 f5.6 1-500s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (09) ISO 10000 f5.6 1-500s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
  • Canon EOS 6D (10) ISO 12800 f5.6 1-640s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (10) ISO 12800 f5.6 1-640s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (10) ISO 12800 f5.6 1-640s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
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  • Canon EOS 6D (12) ISO 25600 f5.6 1-1000s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (12) ISO 25600 f5.6 1-1000s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 DetailCanon EOS 6D (12) ISO 25600 f5.6 1-1000s EF 100mm f2.8L 1200 x 800 Detail
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  • Nikon D600 (01) ISO 50 f5.6 1-3s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (01) ISO 50 f5.6 1-3s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (01) ISO 50 f5.6 1-3s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800 Detail
  • Nikon D600 (02) ISO 100 f5.6 1-6s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (02) ISO 100 f5.6 1-6s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (02) ISO 100 f5.6 1-6s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800 Detail
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  • Nikon D600 (10) ISO 25600 f5.6 1-1600s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (10) ISO 25600 f5.6 1-1600s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800 DetailNikon D600 (10) ISO 25600 f5.6 1-1600s AF-S VR 105mm f-2.8G IF-ED 1200 x 800 Detail
 

Die Aufnahmen bestätigen meine Einschätzung der Tageslicht-Aufnahmen. Gut zu erkennen ist, dass die Nikon bei Blautönen weniger starke Bildstörungen (Rauschen) zeigt, als bei Rottönen. Beim roten Schiffsrumpf ist das ab ISO 6400 gut zu erkennen, im Vergleich zum blauen Kran. Die Detailwiedergabe bleibt – wie auch schon bei den Tageslicht-Aufnahmen – bis ISO 6400 auf einem hohen Niveau. Gut zu erkennen an den weißen Ziffern auf dem roten Schiffsrumpf. Auch hier: Die Bildqualität beider Kameras liegt auf einem sehr hohen Niveau.

Wer sich die Bilder noch etwas genauer anschauen möchte findet diese Aufnahmen und weitere auf meinem Flickr-Account – in voller JPEG-Auflösung.

Canon EOS 6D 

Nikon D600 

 

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Videoqualität und Live-View

Das Thema Live-View hatte ich ja bereits zuvor erwähnt. Beide Kameras verfügen über diese Funktion. Bei der Canon wird sie über die Taste "START/STOP" gestartet, bei der Nikon über die "Lv-Taste". Was passiert in diesem Moment in der Kamera? Der Spiegel klappt nach oben und der Bildsensor liegt direkt im Strahlengang des Objektivs. Durch den optischen Sucher ist dann natürlich kein Bild mehr zu sehen, dafür auf dem Kontrollmonitor das Live-Bild. Einen Nachteil hat das: Die Fokussierung geschieht nicht mehr über den speziellen Autofokus-Sensor, sondern über den Vollformat-Sensor. Dies hat zur Folge, dass die Kamera nicht mehr so schnell fokussieren kann, wie bei heruntergeklapptem Spiegel. Sprich für Sportaufnahmen eignet sich dieser Modus auf keinen Fall. Ein weiterer Grund: Beim Auslösen muss zunächst der Verschluss komplett über den Sensor geschoben werden, damit der eine minimale Dunkelphase hat und erst dann erfolgt die Belichtung. Das dauert insgesamt länger als das normale Auslösen.

Wofür ist dann der Live-View-Modus überhaupt zu gebrauchen? Immer dann, wenn es nicht aufs Tempo ankommt. Beispielsweise bei Still-Life-Aufnahmen, gestalteten Landschaftsaufnahmen vom Stativ, durchaus auch Portraits und natürlich Makroaufnahmen. Bin ich bei normalen Aufnahmen auf die Autofokus-Sensoren in der Bildmitte beschränkt, kann ich im Live-View-Modus das Autofokus-Feld an eine beliebige Stelle auf dem Display verschieben und so sehr gezielt gestalten. Bei beiden Kameras lässt sich bis auch einen schmalen Rand praktisch der gesamte Bildbereich nutzen. 

Bei der Canon EOS 6D muss dazu als Autofokus-Methode "FlexiZone - Single" oder "Live-Modus" eingestellt werden. Dann reicht ein Druck auf die OK-Taste und per Vierwege-Schalter kann der Autofokus-Rahmen an eine beliebige Stelle auf dem Display verschoben werden. Wird dann der Auslöser leicht angetippt, fokussiert die Kamera auf diesen Bereich und zeigt per grünem Rahmen an, dass die 6D scharf gestellt hat. Ist bei der Nikon der Live-View eingeschaltet, kannst du per Druck auf die AF-M-Taste an der Kameravorderseite mittels des vorderen Drehrads die unterschiedlichen Autofokus-Arten einstellen. Diese werden durch unterschiedliche große Rahmen auf dem Display angezeigt. Per Druck auf den Vierwege-Schalter kannst du den Rahmen nun an die gewünschte Stelle auf dem Kontrollbildschirm schieben. Auch die D600 zeigt nach einem leichten Druck auf den Auslöser per grünem Rahmen an, dass die Kamera scharf gestellt hat. Schon hier merkt man, dass die Kameras etwas länger zum Scharfstellen brauchen.  

In der Live-View-Einstellung kannst du mit den Spiegelreflexkameras auch filmen. Aber – und das ist meine persönliche Meinung – ich finde es nicht sonderlich komfortabel. Zum einen haben beide Kameras Schwierigkeiten, sich im Motiv bewegende Objekte kontinuierlich scharf zu stellen und zum anderen werden Zoomfahrten zu einer echten Zitterpartie. Egal ob man ein Objektiv mit Dreh- oder Schiebe-Zoom verwendet. Ruhiges Filmen ist praktisch nur vom Stativ möglich. Aber selbst das ist nicht ganz einfach. Sicher ist die Bildqualität überragende und mit großer Blendenöffnung kann man Motivbereich wunderbar freistellen, aber all das macht man eben nicht im Handumdrehen. Wer wirklich professionelle Filme drehen will kommt um Stativ und Rack nicht umhin. Das sind spezielle Halterungen, in die die Kamera samt Objektiv montiert wird. Mit griffigen Drehrädern lassen sich dann Zoom und Schärfe geschmeidig verstellen. Solche Racks gibt's ab etwa 1000 Euro. Ach ja, der Vollständigkeit halber: Beide Kameras zeichnen in voller HD-Auflösung mit 1920 x 1080 Bildpunkten auf. Die Bildwiederholrate der Canon beträgt 25p (25 Vollbilder pro Sekunde), die der Nikon maximal 30p (30 Vollbilder pro Sekunde). An beide Kameras lassen sich externe Mikrofone anschließen, an die Nikon sogar ein Kopfhörer. Beide Modelle haben übrigens nur ein Mono-Mikrofon eingebaut.  

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Mein Fazit  

Gleich vorweg: Beide Vollformater treffen voll ins Schwarze. Die Canon EOS 6D und die Nikon D600 liefern überragende Bildqualität. Die Nikon kann vor allem bei niedrigen ISO-Werten punkten, die Canon ist bei hohen ISO-Werten vielleicht einen Tick besser. Aber darüber kann man lange philosophieren, vor allem wenn man nicht nur mit den JPEG-Dateien arbeitet, sondern das volle Potential der RAW-Dateien nutzt. Wer bisher eines der beiden Systeme nutzt, hat keinen Grund den Hersteller zu wechseln. Wichtig: Wer bisher eine Canon mit APS-C-Sensor im Einsatz hat und entsprechende EF-S-Objektive nutzt, kann die mit der 6D nicht mehr verwenden. An die Vollformat-Kamera passen nur Objektive mit der Bezeichnung "EF". Nur die haben das passende Bajonett. Umgekehrt lassen sich übrigens EF-Objektive auch an APS-C-Kameras mit EF-S-Bajonett nutzen. Bei Nikon sieht es etwas anders aus. Um den Sensor der D600 vollständig zu nutzen, sind FX-Objektive erforderlich. Nur die haben einen entsprechend großen Bildkreis, um das Vollformat von 36 x 24 Millimeter auszuleuchten. An die D600 lassen sich auch DX-Objektive ansetzen – ein unterschiedliches Bajonett gibt es nicht –, allerdings reduziert sich das Aufnahme-Format dann auf 24 x 16 Millimeter und eine Auflösung von 3936 x 2624 = 10,3 Megapixel. 

Wenn es nun keine nennenswerten Unterschiede bei der Bildqualität, was sind dann die entscheidenden Kriterien? Einer der wesentlichen Punkte ist die Bedienung. Hier scheiden sich die Geister und ich kann nur nach meinen persönlichen Vorlieben urteilen. Und wenn es danach geht, gefällt mir die Canon besser. Ich finde die Bedienung gradliniger und intuitiver. Mir persönlich ist die Nikon zu sehr mit vielen Knöpfchen und Schalterchen überfrachtet. 19 Knöpfe, zwei kleine Drehräder, ein Vierwege-Schalter, ein Programmwahlrad plus zweites Drehrad, sowie drei weitere Wahlschalter plus Ein-Ausschalter und Auslöser – insgesamt 29 Bedienelement, das ist das Repertoire der Nikon. Sicher, viel weniger sind es bei der Canon auch nicht: 17 Knöpfe, einem kleinem und einem großen Drehrad, einem Vierwegeschalter, dem Programmwahlrad, zwei Hebelchen sowie dem Ein-Ausschalter plus Auslöser – insgesamt 25 Bedienelemente. Aber ich finde die Anordnung logischer und besser bedienbar. Bevor jetzt die große Diskussion einsetzt: Das ist und bleibt Geschmacksache, denn es gibt Fotografen, die gerade die Vielfalt und direkte Bedienung der Nikon schätzen.

Nun zu ein paar klaren Fakten: Die Nikon hat einen eingebauten Blitz, die Canon hat den nicht. Dafür hat die 6D hat ein GPS-Modul und WLAN eingebaut, bei der Nikon gibt's das nur als Zubehör. Die Nikon hat zwei Speicherkarten-Plätze für getrennte RAW- und JPEG-Speicherung, die Canon hat nur einen Steckplatz. Für Videoaufnahmen ist die Nikon mit einen Mikrofon- und Kopfhörer-Anschluss ausgestattet, die Canon hat nur den Mikrofon-Anschluss.

Was die übrigen Punkte anbelangt, hat mal die eine, mal die andere Kamera die Nase vorn. In meinem Test bin ich auf diverse Punkte eingegangen. Für beide Kameras gibt es eine riesige Objektiv-Auswahl, an beide Modelle lässt sich ein Akkugriff mit Hochkantauslöser ansetzen, Profi-Blitzgeräte gibt es ebenfalls in reicher Auswahl für beide Kameras – da bleibt kein Wunsch offen.  Jeder muss nun selbst entscheiden, wofür sein Herz schlägt – einen klaren Sieger gibt es jedenfalls nicht. Ich nehme die ...... ach, das verrate ich nicht. 

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Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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