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Tempo, Tempo – Auslöseverzögerung und Serienbildgeschwindigkeit

Heute geht's ums Thema Tempo: Auslöseverzögerung und Serienbildgeschwindigkeit. Um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich noch ein paar Sätze zur Auslöseverzögerung sagen. Für mich ist das die Zeit, die zwischen dem Drücken des Auslösers und dem eigentlichen Foto vergeht, sprich, dem Moment, den ich später auf dem fertigen Foto sehe. Nun gibt es zahlreiche Faktoren, die diese Zeitdauer beeinflussen. Nehmen wir den einfachsten Fall: Ich blicke durch den Sucher, peile das Motiv an, drücke den Auslöser leicht, so dass die Kamera per Autofokus das Motiv scharf stellt und die Belichtung misst. Drücke ich nun den Auslöser habe ich eine extrem kurze Auslöseverzögerung. Sie liegt bei beiden Kameras deutlich unter 1/10 Sekunde … so verpasst du also garantiert kein Motiv. Die gleiche kurze Auslöseverzögerung habe ich, wenn ich auf das Motiv manuell scharfstelle und dann auslöse. Denn: In beiden Fällen müssen die Spiegelreflexkameras in diesem Moment nur noch den Spiegel hochklappen, im Objektiv wird die Blende auf den entsprechenden Wert gestellt und der Verschluss läuft ab.

Nun wird es schwieriger. Die Situation: Ich nehme den Sucher der Kamera vors Auge, peile das Motiv an und drücke den Auslöser voll durch. Die Kamera muss nun den Autofokus aktivieren, die Fokusmotoren des Objektivs müssen die Linsen positionieren und auf das Motiv scharf stellen, die Belichtung messen und den Auslösevorgang anschließend starten. Die Dauer dieses Vorgangs hängt von vielen Faktoren ab: Der Empfindlichkeit der Autofokusmessfelder, der Prozessorgeschwindigkeit der Kamera, der Geschwindigkeit der Stellmotoren im Objektiv und natürlich vom Motiv. Das zeigt: Eine allgemeingültige Aussage über die Auslöseverzögerung in dieser Situation kann ich machen. Alleine die Unterschiede der Autofokus-Geschwindigkeit einzelner Objektive sind riesig. So sind häufig Zoomobjektive, die einen großen Brennweitenbereich abdecken, eher etwas langsamer, als Festbrennweiten. Andererseits gibt es auch Festbrennweiten, die nicht zu den schnellsten Objektiven zählen. Natürlich habe ich während meiner Wien-Tour mit beiden Kameras die gleichen Motive fotografiert mit ähnlicher Brennweite aber eben unterschiedlichen Objektiven. Zusätzlich habe ich einige Tests mit den beiden Festbrennweiten-Objektiven EF 10mm f1:2.8 L IS USM und AF-S Micro Nikkor 105mm f1:2.8G ED gemacht, die relativ ähnlich sind. Mein Ergebnis: Klare Unterschiede zwischen den beiden Kameras gibt es nicht. Mal hatte ich das Gefühl, die Canon 6D sei etwas schneller, mal die Nikon D600. Einen klaren Trend oder spezielle Aufnahmesituationen, in denen die eine oder die andere Kamera Vorteile hätte, konnte ich nicht ausmachen. Beide liegen auf einem hohen Niveau und haben mich nur selten im Stich gelassen. 

Wichtig ist, beide Kameras entsprechend den Anforderungen einzustellen. Was ich damit meine? Den Autofokus-Modus auf Einzelaufnahme (Canon = ONE SHOT, Nikon = AF-S), kontinuierlich (Canon = AI SERVO, Nikon = AF-C) oder intelligent (Canon = AI FOCUS, Nikon = AF-A) zu stellen. Einzelaufnahme ist selbsterklärend. Kontinuierlich heißt, dass der Autofokus permanent arbeitet und die Schärfe so lange nachführt, wie ich den Auslöser antippe. Dieser Modus eignet sich vor allem für bewegte Motive. In der intelligenten Einstellung wählen die Kameras automatisch zwischen Einzelaufnahme und kontinuierlich. Ich würde aber empfehlen, den Autofokus je nach Motiv selbst zu wählen. Eine weitere wichtige Einstellung ist die Autofokus-Priorität. Hier kannst du zwischen Auslöse- und Schärfepriorität wählen. Was heißt das? Ist die Schärfepriorität gewählt, löst die Kamera erst aus, wenn die Schärfe zu 100 Prozent sitzt. Ist die Auslösepriorität gewählt, löst die Kamera auch aus, wenn die Schärfe noch nicht 100 Prozent stimmt. Welche Variante die Richtige ist, musst du selbst bestimmen – sprich, was dir in welcher Situation wichtiger ist. Ach ja, eingestellt werden die verschiedenen Autofokus-Modi übrigens so: Bei der Canon EOS 6D oben über dem kleinen Display die AF-Taste drücken und per Drehrad auf der Kamerarückseite die gewünschte Einstellung wählen. Alternativ die Q-Taste drücken, auf die AF-Einstellung unten links per Vierwegeschalter navigieren, OK-Taste drücken, Autofokus-Modus wählen und noch mal die OK-Taste drücken. Bei der Nikon den kleinen Knopf am AF-M-Umschalter vorne am Bajonett drücken und mit dem hinteren Wahlrad den gewünschten AF-Modus einstellen. 

Beide Kameras bieten hierfür übrigens unterschiedliche Einstellungen. Bei der Nikon kannst du in den Individualfunktionen unter dem Punkt "a Autofokus" bei "a1" und "a2" individuell einstellen, wann Auslöse- und wann Schärfepriorität verwendet werden soll. Ich persönlich würde bei AF-C (kontinuierlicher Autofokus) die Auslösepriorität aktivieren und bei AF-S (einzelner Autofokus) die Schärfepriorität wählen.
 
 
 
 
Bei der Canon kannst du für die Einzelaufnahme (ONE SHOT) keine Einstellungen machen, da löst die Kamera immer erst aus, wenn der Autofokus die Schärfe getroffen hat. Für den kontinuierlichen Autofokus (AI SERVO) kannst du in den Individualeinstellungen unter dem Punkt "C. Fn II: Autofokus" unter den Punkten 1 bis 4 diverse Einstellungen vornehmen, um den Autofokus für deine Anforderungen zu optimieren.
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

Und jetzt flott, flott an die Serienbildfunktion. Vollformatkameras sind sicher keine Sprinter, dazu müssen zu viele Daten bewegt werden und ein bisschen Mechanik gibt es ja auch noch. Auf dem Papier sind zwischen den Kameras keine wesentlichen Unterschiede. Die Canon soll in der höchsten Geschwindigkeit 4,5 Bilder pro Sekunde machen, die D600 soll mit 5,5 Bildern pro Sekunde etwas flotter sein. Und was soll ich sagen: Im Test haben beide Kameras genau dieses Tempo erreicht. Einen Unterschied gibt's allerdings - während die Nikon bei JPEG-Speicherung nach rund 25 Bildern langsamer wird, ist die Canon nicht zu bremsen, die rattert ohne Ende. Laut Datenblatt soll angeblich nach 1250 Bildern Schluss sein – ganz ehrlich, so viel Geduld hatte ich nicht. Wählt man statt JPEG den RAW-Modus bleibt die Geschwindigkeit beider Kameras gleich. Allerdings ist bei der 6D dann nach 17 Bildern Schluss mit dem Sprint und die D600 beendet ihn nach 15 Bildern. Die Serienbildgeschwindigkeit wird bei der Canon per Druck auf die DRIVE-Taste am oberen Display und Dreh am Wahlrad eingestellt – oder eben wieder über die Q-Taste. Bei der Nikon wird das Tempo am Drehrad unter dem Programmwahlrad auf der linken Kameraoberseite eingestellt. Ich finde das ein wenig fummelig, da das Drehrad mit einem winzigen Knopf gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert ist, der mit großen Fingern nur recht schwer zu drücken ist.

Die Canon EOS 6D hat noch einen sogenannten Silent-Modus, sprich Leise-Modus (Bildschirmmenü links). Im Vergleich ist die Lämbelastung tatsächlich etwas geringer in diesem Modus, ebenso die Geschwindigkeit. Die Canon arbeitet dann mit rund 2,5 Bildern pro Sekunde. Die Nikon hat zwar keinen Silent-Modus, aber auch eine niedrigere Serienbildgschwindigkeit, und die kannst du sogar zwischen einem Bild pro Sekunde und fünf Bildern pro Sekunde einstellen (Bildschirmmenü rechts). 

Soviel zum Thema Tempo der beiden Pixel-Boliden. Ich finde, die Leistungen können sich sehen lassen und Grund zur Kritik gibt es nicht. 

 

 

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Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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