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TOP 2 – Die Ausstattung

Neben dem Tempo gab es bei der X-E1 einen weiteren Kritikpunkt: Den elektronischen Sucher. Nicht, dass er schlecht gewesen sei, aber eben nicht perfekt. Gerade bei schlechten Lichtverhältnissen flackerte das Bild, es gab Nachzieheffekte und Bildstörungen (Rauschen). Die Bildwiederholrate war so niedrig, dass das Flackern als störend angesehen wurde. Schade, denn die Auflösung von über zwei Millionen Bildpunkten und eine vernünftige Bildgröße waren eigentlich gute Voraussetzungen. Die gleichen gibt es nun bei der X-E2 – wieder 2,3 Millionen Bildpunkte und ein brillantes Bild. Und wie sieht#s mit dem Flackern aus? Weg! Endlich liefert der elektronische Sucher ein harmonisches Bild, dass die Augen nicht anstrengt und mit dem es Spaß macht, das Motiv zu gestalten. Auch den Nachzieheffekt gibt es nicht mehr und selbst bei wenig Licht sind die Bildstörungen kaum auffällig.

Wie gehabt wird eine 2D-Wasserwaage auf Wunsch im Sucher und auf dem Kontrollmonitor angezeigt. Dazu natürlich alle wichtigen Informationen, wobei bei der individuellen Einstellung jeder selbst wählen kann, welche Werte angezeigt werden sollen. Dank Augensensor schaltet die Kamera schnell zwischen Monitor und Sucher um. Noch ein Satz zum Kontrollmonitor: Der hat wieder gut eine Million Bildpunkte und eine Diagonale von 7,6 Zentimetern. Nach wie vor kein Touchscreen und nicht klappbar.

Eine weitere Neuerung hatte ich ja bereits angesprochen: Die erweiterten Filter. Eine nette Ergänzung für "spielfreudige" Fotografen, die auch gerne mal ihre Aufnahmen individuell gestalten möchten. Ansonsten hat sich im Bereich der Belichtungsprogramme nichts geändert. Nach wie vor gibt es lediglich vier Belichtungsprogramme: P (Programm = Belichtungszeit und Blende werden automatisch ermittelt), A (Aperture = Blende = Blendenvorwahl = Belichtungszeitautomatik), S (Shutterspeed = Belichtungszeit = Vorwahl der Belichtungszeit = Blendenautomatik) und M (Manuell = manuelle Einstellung von Belichtungszeit und Blende). Es gibt keine weiteren Belichtungsprogramme oder Motivprogramme. Der Fotograf muss wissen, welche Werte er in welcher Situation einstellen muss – Hilfen gibt es nicht. Das sollte jedem klar sein, der sich die X-E2 kauft.

Hinweis: Außer den Belichtungsprogrammen P, A, S und M gibt es keine weiteren Belichtungs- oder Motivprogramme bei der X-E2. Basiswissen zum Thema Fotografie sollten also vorhanden sein, wenn man diese Kamera sinnvoll nutzen möchte. 

Neben dem schnelleren Autofokus gibt es einige andere Punkte rund um das Thema Fokussieren, die die Arbeit erleichtern. Fangen wir mit dem an, was sich nicht geändert hat: Auf der Kameravorderseite gibt es nach wie vor den Umschalter zwischen den Fokusarten S (Single = Einzelaufnahme), C (Continous = Kontinuierlicher Autofokus für bewegte Motive) und M (Manueller Fokus). Dazu gibt es diverse Autofokuseinstellungen. Am interessantesten ist der Einzelfeld-Autofokus, bei dem das Fokusfeld individuell an die gewünschte Position verschoben werden kann. Zusätzlich kann das Feld mit einem Dreh am keinen Kombirad auf der Kamerarückseite in der Größe geändert werden. Ein praktische Änderung gibt es in diesem Zusammenhang: Die AF-Taste ist von der Tastenleiste links neben dem Kontrollmonitor auf die untere Taste des Vierwegeschalters gewandert. Der Vorteil: Die Bedienung geht nun auch allein mit der rechten Hand und etwas flotter. 

Neu: Mit einem Druck auf das kleine Kombidrehrad wird das festgelegte Autofokusfeld vergrößert, so dass man begutachten kann, ob der Fokus die Schärfe perfekt getroffen hat. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Menüpunkt "VOR AF" auf "OFF" steht. Der legt fest, ob die Kamera erst beim Antippen des Auslösers den Autofokus startet oder ob er permanent arbeitet. Arbeitet er permanent, kann das AF-Feld nicht vergrößert werden. Das Fokusfeld kann übrigens auch bei manuellem Fokussieren mit einem Druck auf das Kombidrehrad vergrößert angezeigt werden – in zwei Stufen. Einfach das rad nochmal drücken oder drehen. Und damit das manuelle Fokussieren noch einfacher geht, gibt es zwei Hilfen, die eingeschaltet werden können: Der elektronische Schnittbildmesser und das sogenannte Fokus-Peaking (Glanzlicht). Eingestellt wird das im Aufnahmemenü unter dem letzten Punkt. Ist das Fokus-Peaking aktiviert, zeigt die Kamera an kontrastreichen Kanten einen weißen Saum, sobald der maximale Kontrast erreicht ist und damit die maximale Schärfe. Das Peaking kann übrigens in zwei Stufen eingestellt werden. Beim elektronischen Schnittbildmesser werden senkrechte Linien unterbrochen dargestellt, so lange die Schärfe nicht perfekt eingestellt ist. Lässt sich etwas schwer erklären, in der praktischen Arbeit wird's aber verständlich. Besonders gut funktioniert diese Methode bei der Arbeit mit dem elektronischen Sucher.

Was gibt's noch an Ausstattung? Nichts, was die X-E1 nicht auch schon gehabt hätte. Das sind unter anderem die Individuellen Einstellungen der Film-Simulationen (Farbe, Schärfe, Ton Lichter und Schattier. Ton), die Rausch-Reduzierung, die Benutzer-Einstellungen, diverse Display-Einstellungen plus Rahmenhilfe, Einstellungen für Objektiv-Adapter, die verschiedenen Einstellungen für AE- und AF-Lock sowie die Blitzeinstellungen. Natürlich wieder mit an Bord das Quick-Menü. Die Taste ist nun nach oben über das Display auf der Kamerarückseite gewandert, hat aber immer noch die gleiche Funktion: Drücken, die gewünschte Funktion per Vierwegeschalter wählen und per Drehrad einstellen - fertig.

WiFi-Funktionen (WLAN)

Neu bei der X-E2 ist die WiFi-Funktion (WLAN). Allerdings sind die Möglichkeiten der drahtlosen Kommunikation recht eingeschränkt. So lassen sich Aufnahmen an Handy, Tablet-PC oder Computer übertragen und Geodaten den Aufnahmen zufügen. Dazu muss die entsprechende App auf dem Smartphone gestartet werden und die Ortsdaten-Aufzeichnung dort aktiviert werden. Nach Abschluss des Foto-Ausflugs können die gespeicherten Daten dann denn Aufnahmen zugefügt werden. Was fehlt? Vor allem die Möglichkeit die Kamera fernauszulösen per Smartphone, inklusive einer Live-Vorschau auf dem Handy. Außerdem wäre es praktisch wenn die Fotos im Hintergrund übertragen werden könnten – so wie es die Panasonic G6 und GX7 können. Der Vorteil: Du startest die WLAN-Verbindung einmal und kannst ganz normal weiter fotografieren, während die Aufnahmen bereits übertragen werden. Insgesamt sind die WiFi-Möglichkeiten der X-E2 ganz nett, aber ein bisschen mehr wäre schön.

Video-Aufnahmen

Bleibt zum Schluss noch das Thema Video. Vorausschicken muss ich, dass ich ein Fotograf und kein Videofilmer bin. Klar kann ich etwas zur Bildqualität von Videoaufnahmen sagen, aber zu diversen Feinheiten, die für Videoprofis wichtig sind, kann ich nichts sagen. Also zu dem, was ich beurteilen kann: Die X-E2 nimmt in voller HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten jetzt mit 60p (p = progressive) auf, das sind 60 Vollbilder pro Sekunde. Sowohl der Fokus als auch die Belichtung werden während des Filmens vernünftig nachgeführt. Die Bildqualität kann sich sehen lassen, die Videos zeigen sehr viele Details und eine gute Farbwiedergabe. Ein externes Mikrofon kann für bessere Tonqualität angeschlossen werden. Insgesamt macht die Videofunktion einen guten Eindruck. Dennoch sehe ich die Stärke der Kamera im Bereich der Fotografie. Ach ja, falls ihr die Videofunktion sucht: "DRIVE"-Taste links neben dem Kontrollmonitor drücken und die letzte Position der Auswahlliste mit einem Druck auf die obere Taste des Vierwegeschalters ansteuern. Die Aufnahme wird dann mit einem Druck auf den Auslöser gestartet.

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Über die Foto-Bude

Willkommen in der Foto-Bude. Mein Name ist Ralf Spoerer. Im September 2012 habe ich die Foto-Bude gegründet. Davor habe ich mehr als sieben Jahre für eine der führenden Multimedia-Zeitschriften als leitender Redakteur gearbeitet. Bis heute habe ich hunderte Digitalkameras getestet und hervorragende Kontakte zu allen Kameraherstellern aufgebaut. Bei meinen Tests in der Foto-Bude ist es mir wichtig, verständlich zu schreiben. Ich überfrachte meine Artikel nicht mit Unmengen technischer Daten, sondern lege Wert darauf, dem Leser Unterstützung bei seiner Kaufentscheidung zu geben. Aber auch nach dem Kauf sollen meine Berichte eine praktische Hilfe sein, um das best mögliche aus der Kameras herauszuholen. Ich ergänze das mit meinen ausführlichen Videos auf meinem YouTube-Kanal und den Bildern auf Flickr. Noch mehr zum Konzept der Foto-Bude gibt es HIER.

 

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